Gottesdienst am 20. November 2016 (Ewigkeitssonntag)

PaToWi_Icon2aAm 22. November, wird in der evangelischen Kirche der Letzten Sonntag im Kirchenjahr, der auch als „Ewigkeitssonntag“ und als „Totensonntag“ bekannt ist. Wir gedenken an diesem Tag der Gemeindeglieder, die im zuendegehenden Kirchenjahr verstorben sind. Es steht in diesem Gottesdienst aber nicht mehr so sehr das Abschiednehmen im Vordergrund, sondern das Gedenken und vor allem die Hoffnung auf das Leben bei Gott, das sich in der Offenbarung des Johannes mit dem Bild vom „himmlischen Jerusalem“ verbindet (Offenbarung 21,1-7).

Im Neuen Testament wird der „Jüngste Tag“ als das „Datum“ genannt, wann das himmlische Jerusalem kommen und an dem Jesus Christus wiederkommen wird. Die Urchristenheit rechnete noch mit dem Kommen dieses Momentes zu Lebzeiten der ersten Christen. Aber das geschah nicht. In einem Gesangbuchlied heißt es: „der Jüngste Tag ist nun nicht fern“. Aber auch trotz aller modernen Weltuntergangsmeldungen ist dieser Tag noch nicht eingetroffen und es bleibt abzuwarten, wann es wohl so weit sein wird.

Wenn wir fragen, wie das mit den Menschen ist, die gestorben sind: wann für diese Menschen „die Ewigkeit“ anfängt, wird uns klar: Ein Mensch, der unsere Zeit und den Raum des Lebens im Hier und jetzt verlässt, tritt unmittelbar in die Ewigkeit Gottes ein, in der es ja keine Zeit in unserem Sinn mehr gibt. Es gibt deshalb auch keine „Wartezeit“, bis es für die Menschen, die später leben, auch so weit ist. Mit unserem Tod sind wir aufgenommen in Gottes Ewigkeit und es gelten die Verheißungen, die Gott uns selbst und durch Jesus Christus gegeben hat.

Daran dürfen wir uns – auch für unsere Verstorbenen – neu erinnern lassen. Also:

Herzliche Einladung zu den Gottesdiensten:

  • am Letzten Sonntag im Kirchenjahr
  • jeweils mit Abendmahl
  • in der Möllberger Kirche um 10.00 Uhr (Pfarrerin Eltzner-Silaschi)
  • in der Holtruper Kirche um 10.00 Uhr (Pfarrer Torsten Willimczik)
  • in der Vennebecker Kapelle um 15.00 Uhr (Pfarrer Torsten Willimczik)

Kirche_mit_KindernAm Sonntag gibt es bei den Gottesdiensten am Vormittag
wie immer Kindergottesdienst im Gemeindehaus
(nach gemeinsamem Anfang in der Kirche).

Buß- und Bettag am 16. November 2016

PaToWi_Icon_violettAm Mittwoch (16. November) ist Buß- und Bettag. Was hilft uns Menschen zur Einsicht in unser Leben? Was hilft uns, die dunklen Seiten unseres Lebens anzusehen und dann auch zu bearbeiten, damit wir uns unser Leben nicht selbst zur Hölle machen? In der Brieflesung zum Buß- und Bettag gibt der Apostel den entscheidenden Hinweis (Römer 2,4b):

„Weißt du nicht, dass Gottes Güte dich zur Buße leitet?“

Weil Gott uns mit Güte begegnet, stehen wir vor ihm und dürfen gewiss sein: Er sieht uns mit seinem liebenden Blick an. Und so können auch wir selbst uns und unser Leben ansehen – ohne den Zwang, gut dastehen zu müssen; vielmehr ehrlich und realistisch; aber auch nicht schlechter als wir sind. Und dann können wir uns Gottes Gote anvertrauen. Gott wird uns auf- und ausrichten, sodass auch wir uns neu auf Gott ausrichten können. Das dürfen wir in diesem Gottesdienst hören und es wird uns ganz besonders zugesprochen. Das Abendmahl, das wir auch in diesem Gottesdienst feiern, ist das erfahrbare Zeichen dafür. Und so ist der Buß- und Bettag eben kein Tag der Depression, an dem man trauriger aus dem Gottesdienst herauskommt, als man hinein gegangen ist. Der Buß- und Bettag ist vielmehr ein Tag der Befreiung von alter Last, ein Tag des Neuanfangs mit Gott und deshalb auch mit uns selbst und mit dem, was uns umgibt. Deshalb:

Herzliche Einladung!
Der Gottesdienst mit Abendmahl
für alle drei Gemeindebezirke
ist um 19.00 Uhr (!) in der Möllberger Kirche.

Gottesdienst am 13. November 2016 (Volkstrauertag)

Am kommenden Sonntag, dem 15. November, begeht die evangelische Kirche begeht den Vorletzten Sonntag im Kirchenjahr. Im Mittelpunkt steht die Frage nach der eigenen Verantwortung für das, was wir im Leben tun und lassen. Zusammengefasst im Gleichnis Jesu vom Großen Weltgericht: Matthäus 25,31-46.  Da ist vom Hingehen, vom Besuchen und vom Helfen der Geringsten die Rede, die Christus seine Brüder und Schwestern nennt.

Im weltlichen Kalender steht der Volkstrauertag: Das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft in unserem Land und in vielen anderen Ländern seit dem Ende des 2. Weltkrieges. In diesem Jahr verbindet sich für mich damit die Frage, wie wir als Menschen in diesem Land miteinander umgehen: In sozialen Netzwerken des Internets aber auch auf der Straße und in vielen anderen Bereichen des (öffentlichen) Lebens. Ich bin zutiefst erschrocken über die Art und Weise wie verachtend und hasserfüllt oft übereinander geredet wird (statt miteinander ins Gespräch zu kommen), wie schnell es wegen Kleinigkeiten zu Handgreiflichkeiten oder gar zum Gebrauch von Waffen kommt.

Wie soll Frieden im Großen werden, wenn im Kleinen Krieg herrscht – in den Beziehungen der einzelnen Menschen untereinander? Frieden fängt im Kleinen an – bei jeder und jedem einzelnen! Da ist es unendlich wichtig, immer wieder – und gerade auch am Volkstrauertag – klar Stellung zu beziehen: gegen geistige Brandstifter und gegen aktive Gewalttäter und vor allem für ein menschenfreundliches und hilfreiches, ein weltoffenes und verantwortungsbewusstes Deutschland.

So kommt beides zusammen: Volkstrauertag (aus dem weltlichen Kalender) und Rechenschaft über das eigene Tun und Lassen vor Gott (aus dem kirchlichen Kalender). Beides ist gleichermaßen wichtig und es gibt viele Verbindungslinien: Denn es geht jeweils um die Verantwortung, die wir als Menschen insgesamt und als Christen im besonderen haben.

An die Gottesdienste schließt sich jeweils das Gedenken an die Toten der Weltkriege und die Opfer der Gewaltherrschaft an, das am Ehrenmal des jeweiligen Ortes stattfindet. Dazu lade ich herzlich und ausdrücklich ein.

Also:

Herzliche Einladung zu den Gottesdiensten:

  • am Vorletzten Sonntag im Kirchenjahr
  • in der Möllberger Kirche um 10.00 Uhr
  • in der Holtruper Kirche um 10.00 Uhr
  • in der Vennebecker Kapelle um 15.00 Uhr

Kirche_mit_KindernAm Sonntag gibt es bei den Gottesdiensten am Vormittag
wie immer Kindergottesdienst (jeweils im Gemeindehaus nach
gemeinsamem Anfang in der Kirche).

Gottesdienst am 6. November 2016

Die drei Sonntag am Ende des Kirchenjahres sind erreicht: Mit dem Drittletzten Sonntag im Kirchenjahr (6. November 2016) wird nicht mehr „nach Trinitatis gezählt“. Traditionell geht es an diesen Sonntagen um die sogenannten „letzten Dinge“. Und in diesem Themenbereich ist das Reich Gottes sehr wichtig. Der Wochenspruch aus dem 2. Korintherbrief des Apostels Paulus (2. Korinther 6,2) sagt uns dazu Überraschendes:

Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils.

Die letzten Dinge und unser „Hier und jetzt“ hängen also viel enger zusammen als wir uns das denken. Das Reich Gottes und in Verbindung damit auch das Paradies, das Jenseits, das ewige Leben – hat immer auch mit der Gegenwart und unserem Leben jetzt zu tun. Davon erzählen auch das Evangelium des Sonntags aus Lukas 17,20-24(25-30) „Gottes Reich – mitten unter euch“ und die Brieflesung aus  Römer 14,7-9 „Christus – Herr über Tote und Lebende“, die gleichzeitig auch Predigttext ist.

Also:

Herzliche Einladung zum Gottesdienst:

  • in der Möllberger Kirche
  • um 10.00 Uhr
  • anschließend Kirchenkaffee

Kirche_mit_Kindern
Auch an diesem Sonntag gibt es Kinder-Gottesdienst nach gemeinsamem Beginn im Gemeindehaus.