Predigt am 2. Sonntag nach Epiphanias 2021 (17.1.)

Hier die Predigt aus dem Video-Gottesdienst vom 2. Sonntag nach Epiphanias am 17. Januar 2021 noch einmal zum nachlesen:

Wer ist Jesus? Die vier Evangelisten geben darauf ganz unterschiedliche Antworten. Vor allem Johannes geht seinen eigenen Weg. Am Anfang seines Evangeliums schildert er Ereignisse aus drei aufeinander folgenden Tagen:

Am ersten Tag sieht der Täufer Jesus und nennt ihn das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt trägt; am zweiten Tag beruft Jesus die ersten Jünger: Andreas und Simon Petrus, Philippus und Nathanael; und am dritten Tag setzt Jesus ein erstes Zeichen – und das auch noch bei einer Hochzeit:

Und am dritten Tage war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da.
Jesus aber und seine Jünger waren auch zur Hochzeit geladen.

Es mag für uns in Coronazeiten ganz schwierig sein, an Hochzeiten zu denken, also an Hoch-Zeiten des Lebens, die wir mit Feiern, mit unbeschwerter Fröhlichkeit und wunderbarer Fülle verbinden. Denn zur Zeit ist an solche Feiern nicht zu denken und viele Menschen haben im zurückliegenden Jahr solche Feiern absagen oder doch zumindest verschieben müssen. Aber die Erwartung, dass das alles wieder möglich sein wird, ist groß. Lassen wir uns also vom Evangelisten Johannes mit hinein nehmen in die Hochzeitsfeier, die Feier des Lebens.

Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr.

Die Feier hat kaum angefangen, da droht sie schon zu Ende zu sein: Es ist nicht genug Wein da! Wie peinlich für den Weddingplaner und noch mehr für den Bräutigam. Was soll werden ohne Wein? Feiern nur mit Wasser? Das geht nicht. Denn der Wein steht in der Bibel in ganz besonderer Weise für alles, was Lebenslust, Freude und Feiern heißt. Wenn kein Wein mehr, dann auch keine Feier.

So ähnlich ist es uns dann auch ergangen: Die ersten Maßnahmen zu Corona im letzten März wurden zwar erst nach den Karnevalstagen eingeleitet, aber unser Leben war dann doch ganz plötzlich ausgebremst, wo eben noch alles so fröhlich erschien. Plötzlich saßen wir auf dem Trockenen und waren in einer ganz harten Realität angekommen, die wir uns vorher nicht hatten vorstellen können. Und nun?

Jesus spricht zu seiner Mutter: Was habe ich mit dir zu schaffen, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.
Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut.

Maria hat die peinliche Situation bemerkt und ihrem Sohn gesagt, er solle helfen. Doch Jesus will nicht – wie sich erwachsene Kinder wohl nie sonderlich wohl fühlen, wenn sie von ihren Eltern öffentlich zu etwas verpflichtet werden. Und Jesus erwartet seinen Auftrag von seinem himmlischen Vater her, nicht von seiner Mutter. Aber wie wohl alle Mütter (und Väter) so sind, hat Maria sich nicht um die Antwort ihres Sohnes geschert und den Bediensteten des Kellermeisters gesagt: „Was er, Jesus, euch sagt, das tut!“ – Und das rettet das Fest:

Es standen aber dort sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung nach jüdischer Sitte,
und in jeden gingen zwei oder drei Maße.
Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan.
Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt’s dem Speisemeister! Und sie brachten’s ihm.
Als aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wusste, woher er kam – die Diener aber wussten’s, die das Wasser geschöpft hatten –, ruft der Speisemeister den Bräutigam und spricht zu ihm: Jedermann gibt zuerst den guten Wein
und, wenn sie trunken sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten.
Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat. Es geschah zu Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.

Da, wo Jesus ist, ist die Fülle des Lebens zu finden: Zeichenhaft im Wein, für den Jesus bei der Hochzeit in Kana sorgt. Und auf ganz vielfältige Weise sonst, wie Johannes es in den folgenden Kapiteln seines Evangeliums weiter berichtet. Gottes Reich ist nicht nur irgendwann und fern – es ist mitten unter uns. Maria, die Mutter Jesu, hat mit ihrer Aufforderung auf den Punkt gebracht, was das Fest retten würde: „Was er, Jesus, euch sagt, das tut!“

Das rettet auch unser Fest des Lebens. Ich weiß aber nicht, wie es Ihnen und Euch geht, wenn Sie das hören: „Was er euch sagt, das tut!“ Irgendwie wissen wir natürlich alle: Was Jesus uns zu sagen hat, das ist gut und hilft uns zum Leben. Aber es hört sich doch viel zu einfach an: „Mach doch einfach, was er euch sagt!“ Ja, aber was denn? Und wie? Ich sehe 2 Antworten:
Eine kommt von Jesus aus der Bibel. Es ist seine Antwort auf die Frage nach dem höchsten Gebot.

Du sollst Gott, den Herren, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt und deinen Nächsten wie die selbst.

Und die andere Antwort finde ich in einem kleinen Text aus der Coronazeit im Frühjahr unter der Überschrift „Nicht alles ist abgesagt …“, das ich für heute gerne positiv formulieren möchte:

Sonne ist angesagt – Frühling ist angesagt,
Liebe ist angesagt – Lesen ist angesagt,
Zuwendung ist angesagt.
Musik ist angesagt – Phantasie ist angesagt
Freundlichkeit ist angesagt
Gespräche sind angesagt
Hoffnung ist angesagt – Beten ist angesagt …

All das ist angesagt. All das ist möglich! Und all das bringt uns in unserer Mitmenschlichkeit weiter; ist das, was Jesus uns sagt, was wir tun sollen. Und noch viel mehr. Die Liste lässt sich mit so vielem verlängern, was uns in diesen Zeiten zu mehr Menschlichkeit verhilft. So wird und bleibt das Leben trotz aller Einschränkung, trotz allem Leid und mancherlei Traurigkeit ein Fest, sein Fest mit uns. Amen.

Bibeltext: Johannes 2,1-11 (wörtlich zitiert aus: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung – revidiert 2017, © 2017, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart)

Video-Gottesdienst am 2. Sonntag nach Epiphanias 2021 (17. Januar)

Der Video-Gottesdienst morgen kommt aus der Veltheimer Kirche und diesmal war ich dran. Bin gespannt wie es geworden ist.

Mit dabei waren als Sprecherin Marianne Kollmeier für die Musik Christine Backer und Gabriel Backer und für Video und Schnitt Lucas Schierbaum.

Zu finden ist der Gottesdienst ab morgen (17. Januar) um 10.00 Uhr hier: https://youtu.be/f7jR-7MuUlc
Neuer Link, weil auf anderen Account verschoben. (Deshalb stimmen auch die Statistikzahlen nicht mehr.)

Der Gottesdienst aus Lohfeld vom 1. Sonntag nach Epiphanias ist hier zu finden: https://youtu.be/sq9NX6HumuY
Neuer Link, weil auf anderen Account verschoben. (Deshalb stimmen auch die Statistikzahlen nicht mehr.)

Predigt am 18. Januar

Predigt-Icon5Gnade sei mit euch und Friede von Gott dem Vater und unserem Herrn Jesus Christus. Der Heilige Geist segne unser Reden und Hören. Amen. Liebe Schwestern und Brüder in Christus! Der Wein bei der Hochzeit zu Kana – plötzlich war keiner mehr da. Nicht auszudenken, welche Katastrophe für die ganze Feier, welche Blamage für den Bräutigam. Was sollte werden ohne Wein? Feiern nur mit Wasser? Das geht nicht. Denn der Wein steht in der Bibel in ganz besonderer Weise für alles, was Lebenslust, Freude und Feiern heißt. Der Wein ist das Zeichen der Freude. Wenn kein Wein mehr, dann auch keine Feier. Die Hochzeitsgäste wären verschwunden und das Brautpaar hätte diese Schlappe wohl nicht so schnell überwunden. Da hääte man noch Jahrzehnte drüber gesprochen: „Weißt du noch damals …!“ So hätten dann also die Hochzeitsgäste um ein Haar auf dem Trockenen gesessen. Und damit wäre es mit der Hochzeit – mit der hohen und festlichen Zeit vorbei gewesen. Mindestens Alltag, wenn nicht Schlimmeres. Doch zum Glück hatten sie Jesus in ihrer Mitte und der hat dem Brautpaar und der ganzen Gesellschaft aus der Patsche geholfen. Wie so oft können wir uns auch in unserem Leben solche Momente vorstellen: plötzlich auf dem Trockenen zu sitzen und in der harten Realität angekommen zu sein, wo eben noch alles so fröhlich schön und festlich erschien. Dann, wenn in unserem Leben, das eigentlich so ganz in Ordnung zu sein scheint, plötzlich irgendetwas passiert, das diese Ordnung und die Stimmung ins Negative kippen lässt. So wie jetzt, als auch bei uns von Weihnachten und Silvester her alles noch so nett war. Manche haben es bei MT-Online vielleicht schon gesehen, morgen wird es in der Zeitung zu lesen sein: Ich denke an die Übergriffe auf das Asylbewerberheim vorletzte Nacht in Vennebeck: wenn Menschen, die bei uns Schutz suchen, noch viel mehr in Angst und Schrecken versetzt werden, weil irgendwelche Leute ihre Unterkunft mit Paintball-Waffen attackieren und rechte Parolen grölen. Es ist nicht schön- oder klein zu reden: Da wird Leben bedroht, da entsteht eine lebensbedrohliche Dürre aus Unmenschlichkeit, wenn so etwas passiert. Eine solche Dürre des Lebens – sie ist mehr als nur eine Sand-oder Steinwüste oder wie immer wir uns die Sahara oder die Wüste Gobi oder eine andere Wüste vorstellen. Denn es handelt sich hier um eine Wüste und Dürre der Zerstörung durch Menschen. Immer wieder sehen wir solche Bilder – vor allem in den Nachrichten im Fernsehen: zerstörte Städte und bedrohte Menschen: in Syrien und im Irak, aber auch in Nigeria, im Kongo, der Ukraine und in Palästina. Und aus unserer eigenen Geschichte in deutschland kennen wir diese Bilder auch. Erich Kästner beschreibt in einem seiner Bücher seine Heimatstadt Dresden nach der Zerstörung: „Ja, Dresden war eine wunderbare Stadt. Ihr könnt es mir glauben. Und ihr müsst es mir glauben! Keiner von euch, und wenn sein Vater noch so reich wäre, kann mit der Eisenbahn hinfahren, um nachzusehen, ob ich rechthabe. Denn die Stadt Dresden gibt es nicht mehr. Sie ist, bis auf einige Reste, vom Erdboden verschwunden. Der Zweite Weltkrieg hat sie, in einer einzigen Nacht und mit einer einzigen Handbewegung, weggewischt. Jahrhunderte hatten ihre unvergleichliche Schönheit geschaffen. Ein paar Stunden genügten, um sie vom Erdboden fortzuhexen. Das geschah am 13. Februar 1945. Achthundert Flugzeuge warfen Spreng- und Brandbomben. Und was übrigblieb, war eine Wüste. Mit ein paar riesigen Trümmern, die aussahen wie gekenterte Ozeandampfer. Ich habe, zwei Jahre später, mitten in dieser endlosen Wüste gestanden und wusste nicht, wo ich war. Zwischen zerbrochenen, verstaubten Ziegelsteinen lag ein Straßenschild. ‚Prager Straße’ entzifferte ich mühsam. Ich stand auf der Prager Straße? Auf der prächtigen Straße meiner Kindheit? Auf der Straße mit den schönsten Schaufenstern? Auf der herrlichsten Straße der Weihnachtszeit? Ich stand in einer kilometerlangen, kilometerbreiten Leere. In einer Ziegelsteppe. Im Garnichts.“ So weit die Beschreibung von Erich Kästner. (Gefunden bei Heike Springhart, Predigt zum 2. Sonntag nach Epiphanias unter: http://www.stichwortp.de/index.php?state=stichworte&action=predigten&predigt=24) Dürre der Zerstörung. Auch in der Bibel gibt es solche Beschreibungen. So auch beim Propheten Jeremia. Ein Abschnitt aus dem 14. Kapitel dieses Prophetenbuches ist uns für heute als Predigttext aufgegeben. Jeremia gibt zunächst Worte Gottes wieder, mit denen die Situation des Volkes in Juda und Jerusalem bei einer großen Dürre beschrieben wird: Jeremia 14,2-9 Liebe Gemeinde! Das Wasser ist ausgeblieben und damit sind die Lebensmöglichkeiten versiegt. Und irgendwie haben die Menschen das Gefühl, dass es nicht reiner Zufall ist, was ihnen da passiert ist. Sie sehen auf ihr Leben und stellen fest: Wir haben uns diese Dürre selbst zuzuschreiben. Denn unser Handeln richtet sich gegen Gott. Und weil Gott und das Leben eins sind, führt so ein Leben im Ungehorsam gegen Gott auch dazu, dass das Leben selbst zerstört wird. Vor einer Gefahr möchte ich warnen: Wenn manche Menschen Zeiten der Dürre erleben, fangen sie an, in ihrer Vergangenheit nach Fehlern und nach Schuld zu suchen. Aber nicht jede Dürre ist durch eigene Schuld bedingt. Wie oft bricht einfach das Chaos über Menschen herein und zerstört blindwütig und ohne Sinn die Grundlagen des Lebens? Da hat niemand Schuld. Da kann man keine Kette von Gründen finden, die sagt: Zuerst war dieses, deshalb kam das Nächste und deshalb kam die Katastrophe. Es gilt, sehr vorsichtig mit solchen Rückschlüssen zu sein. „Ach, HERR, wenn unsre Sünden uns verklagen, so hilf doch um deines Namens willen!“ In den Worten des Volkes schwingt eine ganz besondere Erkenntnis mit: Dieser Gott nimmt Menschen an und wieder auf, die einsehen, dass sie auf dem berühmten Holzweg waren. Hier geht es um Menschen, die Gott aus der Einsicht heraus anrufen, dass sie an diesem Gott und damit an dem Leben schuldig geworden zu sein und sich so die eigene Not geschaffen zu haben: Jeremia erinnert Gott an dessen Namen und er bedrängt Gott, dass der die Wahrheit dieses Namens doch erweisen soll – um die Not zu wenden und dass damit das Leben neu beginnen kann. Der Name Gottes: Ich bin der „Ich bin da!“ – So heißt Gott. So hatte er sich dem Mose am brennenden Dornbusch vorgestellt. Das erbitten die Menschen von ihm: diesen Namen wahr zu machen: „Ich bin da!“ Ja, die Menschen zu Zeit des Jeremia wissen, an wen sie sich zu wenden haben; sie wissen: dieser Gott ist der Trost Israels und sein Nothelfer, sein Helfer in der Not. Sie wenden sich an diesen Gott, auch wenn sie ihn gerade jetzt nicht verstehen, weil alles an ihm so unpersönlich und unbeteiligt wirkt: Gott als Fremdling im Land, als Wanderer, der gerade mal übernachtet und am nächsten Morgen schon wieder weg ist. Dem stellen sie ihre Überzeugung entgegen: „Du bist ja doch unter uns. Und wir heißen nach deinem Namen!“ Und wie die Menschen zur Zeit Jeremias Gottes Gegenwart eingefordert haben, so zieht sich dieser Ruf durch die Geschichte des Glaubens hindurch: In der Komplet, dem uralten Nachtgebet der Kirche, das bis heute gebetet wird, ist dieser Vers die einzige, ganz kurze Lesung. Denn die Nacht ist in vielen Vorstellungen die Zeit der täglichen Dürre: Am Tag das Leben, in der Nacht die Gefährdung desselben. Und die Menschen erinnern Gott daran, dass Gott eine Verantwortung für sie hat. Denn sie gehören ihm, sind sein Eigentum, denn Name und Person sind in den Vorstellungen der Alten Welt ein und dasselbe. Bei der Hochzeit zu Kana wird diese Gegenwart Gottes sichtbar. Maria hat es erkannt: Gott ist mitten unter uns, denn Jesus ist da. Das alte Gebet: Du bist ja doch unter uns. Und wir heißen nach deinem Namen!“ wird in ihm greifbar und Gott bekommt so ein Gesicht. In Jesus macht Gott klar: Er selbst, Gott, wird ganz Mensch – er bleibt kein Fremdling in unserem Leben; Christus bleibt bei uns alle Tage bis an das Ende der Welt – nicht nur über Nacht; auch wenn er im Garten Gethsemane um einen anderen Weg bittet – geht er unverzagt seinen Weg weiter; und auch wenn er stirbt, ist er der Held, der den Tod, der die tödliche Dürre überwindet. Als Christen tragen wir durch unsere Taufe den Namen Jesu. Wir gehören ihm mit allem, was wir sind und haben. „Du bist doch unter uns.“ – Auch für uns heute wollen wir das gerne glauben und hoffen, darauf vertrauen: dass Jesus Christus mitten unter uns ist, so wie er bei der Hochzeit zu Kana mitten unter den Gästen war und dann das Fest des Lebens gerettet hat. Was dort in Kana passiert ist, ist ja ganz einfach zustande gekommen: Maria, die Mutter Jesu hatte gesagt: „Was er euch sagt, das tut!“ So wussten die Bediensteten, was zu tun war, um das Fest zu retten. Auch wir heute können die Worte Marias auf uns beziehen und ihre Aufforderung hören: Damit das Fest des Lebens weiter geht: Hört auf das Wort Jesu, er ist doch da, ist mitten unter uns. Und seine Worte an uns sind klar und deutlich, auch wenn es heute bestimmt nicht um Wein geht. Jesus sagt: „Was ihr einem von diesen meinen geringsten Brüdern getan habt, das habt ihr mir getan.“ Und es sind durchaus Menschen da, die zu diesen Geringsten gehören. Die Menschen im Asylbewerberheim in der alten Grundschule in Vennebeck gehören bestimmt mit dazu. Ich habe mich sehr gefreut über die Initiativen um Weihnachten herum, die von mehreren in Vennebeck gestartet wurden, um diesen Menschen etwas Gutes zu tun. Es sollte nicht dabei bleiben. Wir sind alle aufgefordert, auch für sie einzustehen gegen Menschen, die bei uns und an anderen Orten eine große Dürre der Unmenschlichkeit entstehen lassen wollen. Jesus hat die Menschen bei der Hochzeit zu Kana davor bewahrt, auf dem Trockenen zu sitzen. Jesus ist der Meister der Freude, er ist mitten unter uns, und er sagt uns, was wir zu tun haben, damit wir das Fest des Lebens mit ihm feiern können; auch dann, wenn die Umstände des Lebens manchmal eher schwierig und problematisch sind, auch trotz aller Dürre in unserem Leben. In ihm ist Freude, auch in allem Leide. Amen.