Video-Gottesdienst aus allem Kirchen Porta-Süd am 23. Juni 2021

Zum Pfingstsonntag am 23. Mai 2021 gibt es aus der Region und für Porta-Süd wieder einen Gottesdienst aus allen Kirche die Region. Um 10.00 Uhr ist am Pfingstsonntag Premiere: direkt bei Youtube auf https://youtu.be/PHfY9uwMzaw

Zur Kollekte:

An diesem Sonntag wird die Kollekte für die Bibelverbreitung in der Welt gesammelt. Nutzt für die Gabe der Kollekte bitte die Onlinemöglichkeit unter https://www.kollekte-online.de/ 

Predigt am Pfingstsonntag 2020

Liebe Gemeinde!
Wir feiern Geburtstag – es geht hier in diesem Gottesdienst aber nicht um diejenigen aus unserer Gemeinde oder aus unserer Familie, die Geburtstag haben. Es geht um eine Institution, die uns allen ganz wichtig ist, ohne die wir heute hier nicht sitzen würden. Denn sie ist es, die uns verbindet. Natürlich geht es um die Kirche – aber nicht als Gebäude und nicht als Gottesdienst, auch nicht als diese oder jene Landeskirche oder die römisch-katholische Kirche. Es geht um die eine universale Kirche als Zusammenschluss aller, die im Glauben an Jesus Christus verbunden sind.

Die hat heute Geburtstag. Denn wir erinnern uns heute daran, wie es mit der Kirche angefangen hat. Und das ist ein ganz konkreter Tag gewesen – damals in Jerusalem, als der Heilige Geist über die Jünger gekommen ist, diese angefangen haben zu predigen. So haben sich durch diesen Heiligen Geist in der Predigt die ersten Menschen taufen lassen und wurden so in die Urgemeinde, also die Keimzelle der weltweiten Kirche aufgenommen.

Bis dahin waren die Menschen durch Jesus direkt in den Kreis der Jüngerinnen und Jünger berufen worden. Petrus und Andreas, Johannes und Jakobus und wie sie alle hießen, sind ja nicht getauft worden. Denen hat Jesus gesagt: Kommt mit, folgt mir und ihr werdet das Leben finden. Diese Form der Berufung war dann mit dem Tod Jesu und nach seiner Auferstehung mit der Himmelfahrt endgültig zuende. Jetzt musste es anders gehen, wenn aus dieser kleinen Gruppe von Fischern und ehemaligen Zöllnern etwas werden sollte – eben so etwas wie eine weltumspannende Glaubensgemeinschaft, die wir heute Kirche nennen. Und: Es ging nun auch ganz anders.

Mit dem Pfingstfest und der Geistbegabung der Jünger tritt eine neue Regelung in den Mittelpunkt: dafür, wie Menschen in diese so besondere Gemeinschaft hineinkommen. In der Kirche wird die Taufe das eindeutige und geheiligte Zeichen für die Zugehörigkeit zu den Jesusleuten. Die Taufe wird – so wie es sich dann bei uns in der evangelischen Kirche entwickeln wird – das eine von den zwei Sakramenten. Mit der Taufe werden Menschen in diese Gemeinschaft aufgenommen und das Abendmahl ist das den inneren Zusammenhalt festigende Zeichen. Und so könnte man sogar sagen, dass es mit dem Pfingstfest ein doppelter Geburtstag ist: Geburtstag der Kirche und Geburtstag der Taufe als Sakrament.

Die Kirche – also die Gemeinschaft der Jesusleute, die Gemeinschaft der Getauften – ist eine ganz besondere Gruppe, denn sie alle sind durch die Gabe des Heiligen Geistes miteinander verbunden, mit dem Gott alle ausstattet, die in seinem Namen und unter seinem Segen ihr Leben gestalten sollen: Gott von ganzem Herzen zu lieben und den Nächsten – ganz gleich wer das ist – wie sich selbst. Und nachher wird in einem Taufgottesdienst dieser besonderen Gemeinschaft ein weiteres Teil hinzugefügt.

Ja, es ist schon eine ganz besondere Gemeinschaft, die da durch Pfingsten und die Taufe zusammengebracht wird. Wenn wir uns heute und hier umsehen, stellen wir fest: Wir hier sind schon ziemlich verschiedene Leute und gehören dazu. Und viele, viele andere gehören auch noch mit dazu. Warum das so ist und wie das alles zusammenhängt, dazu sehen wir uns noch einmal an, wer denn alles gleich am Anfang mit dabei war.

Es ist ja einer der schwierigsten zu lesenden Texte im Kirchenjahr, wenn die ganzen Volksgruppen aufgezählt werden, die in dem Schmelztiegel Jerusalem damals zusammen waren. Woher kamen die Leute denn, die sich da über das Geistgeschehen am Pfingsttag wundern? In aller Kürze: die Parther waren ein Volk, das im heutigen östlichen Teil des Iran lebte, also fast schon in Afghanistan; die Meder lebten im Nordwesten des Iran und die Elamiter im Südosten. Die Leute aus Mesopotamien lebten im heutigen Irak an Euphrat und Tigris. Judäa war die Heimat der Menschen rund um Jerusalem. Mit den nächsten fünf Namen sind wir in der heutigen Türkei: Kappadozien im Osten, Pontus am Schwarzen Meer im Norden. Die römische Provinz Asia ist der westliche Küstenbereich der Türkei, Phrygien ist die westliche Mitte und Pamphylien die Südküste. Ägypten ist bestimmt bekannt; die Gegend von Kyrene in Libyen liegt weiter westlich; und auch Rom darf ich bestimmt als bekannt voraussetzen. Kreter und Araber sind wohl als Sammelbezeichnung für Bewohner der griechischen Inseln und der arabischen Halbinsel zu sehen. Eines ist Lukas für in seinem Bericht wichtig: Es sind alles Juden und Menschen, die dabei sind, zum jüdischen Glauben zu wechseln. Die Heidenmission kommt erst später.

Aber kurz gesagt – sie kommen aus der ganzen damals bekannten Welt; sie sprechen die unterschiedlichsten Sprachen, gehören den unterschiedlichsten Völkern an und was ihre Hautfarbe betrifft, reicht es von ganz hellhäutig bis tief dunkel. Und aus diesem bunten Haufen von Menschen werden am ersten Tag auf die Predigt des Petrus hin 3000 in die Gemeinde aufgenommen.

Es wird also ganz schnell deutlich: Die christliche Urgemeinde war keine einheitliche Gruppe. Das war richtig Multikulti – verbunden im Heiligen Geist. Und es hat funktioniert. Sonst wären wir heute nicht hier. Christliche Gemeinde war schon immer und ist immer noch bis heute einfach bunt und vielfältig. Sicherlich auch mit Schwierigkeiten im zwischenmenschlichen Miteinander. Es waren und sind eben Menschen, die auch mal Fehler machen.

Genau – bis heute: Wir hier sind schon ziemlich verschiedene Leute und gehören dazu. Und viele, viele andere gehören heute auch noch mit dazu. Manche hier bei uns sind in ihrem Christsein aktiv und sichtbar, andere wirken eher im Verborgenen, wieder andere wissen allerdings mit der Gabe des Heiligen Geistes in der Taufe in ihrem Leben nicht so recht etwas anzufangen, fühlen sich distanziert – und treten dann leider auch aus der Kirche aus. Ich wünsche mir sehr, dass wir als Gemeinde vor Ort und als Kirche weltweit diese Menschen erreichen, dass die Kraft des Heiligen Geistes, die Jesus seinen Leuten verheißt, in diesen Menschen wieder wirksam wird – vielleicht auch durch uns vermittelt.

Ich denke aber auch an viele andere, die heute zu dieser so besonderen Gruppe der Getauften, zur Kirche dazu gehören und die uns die wunderbare Vielfalt von Menschen zeigen: Ich denke an Christen in allen Teilen der Welt; zuallererst natürlich an die Geschwister in unserem Partnerkirchenkreis Tambarare, an die Geschwister in unserer Partnergemeinde in Evansville in den USA. An die vielen, vielen anderen, die wir gar nicht so genau kennen und die wir in vielen Dingen oft auch gar nicht so gut verstehen, weil sie so ganz anders ihren christlichen Glauben leben. Aber: Wir sind durch den Heiligen Geist ein Teil dieses unglaublichen Schmelztiegels von Kirche. Und das ist gut so. Amen.

Gottesdienste an Exaudi und Himmelfahrt 2020

Seit dem 17. Mai 2020, feiern wir wieder öffentliche Gottesdienste. 

  • am 24. Mai:
    • in Holzhausen um 10.00 Uhr
    • in Möllbergen um 9.30 Uhr
    • in Holtrup um 11.00 Uhr 
  • am Pfingst-Sonntag (31. Mai)
    • in Holzhausen um 10.00 Uhr
    • in Möllbergen um 9.30 Uhr
  • am Pfingst-Montag (1. Juni)
    • in Holzhausen um 10.00 Uhr
    • in Holtrup um 11.00 Uhr

Allerdings sind strenge Auflagen zu beachten:

  • Die Zahl der Gottesdienstbesucher ist begrenzt
    • in Holzhausen auf 40 Personen
    • in Möllbergen auf 32 Personen
    • in Holtrup auf 30 Personen
  • Mehr Besucher dürfen nicht eingelassen werden!
  • In der Kirche stehen dann nur markierte Plätze zur Verfügung.
  • Alle müssen sich am Eingang mit Namen und Adresse in eine Liste eintragen, um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können.
  • Vor dem Betreten der Kirche sind die Hände zu desinfizieren.
  • Es muss immer ausreichender Abstand gehalten werden.
  • Vor, während und nach dem Gottesdienst ist ein Mund- und Nasen-Schutz zu tragen, den alle nach Möglichkeit bitte mitbringen.
  • Gemeindegesang ist leider nicht erlaubt, weil das gemeinsame Singen besondere Infektionsrisiken mit sich bringt.
  • Vorerst findet kein Kindergottesdienst statt.
  • Vorerst findet kein Kirchenkaffee statt.

Trotz aller Einschränkungen freuen wir uns sehr, wieder in unseren Kirchen Gottesdienst feiern zu können.

Pfingsten 2018

Natürlich:

Gottesdienst zu Pfingsten,
dem „Tag der Ausgießung des Heiligen Geistes“

mit Abendmahl und
der genialen
Litanei von der Gegenwart Gottes
von Huub Osterhuis

morgen, am Pfingstsonntag,
um 10.00 Uhr in Möllbergen

und

Gottesdienst am Pfingst-Montag

um 10.00 Uhr in Holtrup

Predigt am Pfingst-Montag 2017

Predigt-Icon5Liebe Gemeinde am Pfingst-Montag!
Wenn gefragt wird: „Wieviel Uhr ist es?“ und die Antwort „Viertel elf“ heißt, dann werden sich ostwestfälische Ohren erst einmal schütteln und nachfragen: „Wie bitte?“ Dabei ist es in anderen Gegenden in Deutschland eine ganz normale Antwort, um zu sagen: „Es ist viertel … na? Genau, viertel nach 10“. Denn das erste Viertel der Stunde, bis es 11 Uhr wird, ist um; viertel elf; dann kommt halb elf, dann dreiviertel elf und schließlich elf Uhr.

So ist das mit der deutschen Sprache. Und das hat noch nicht einmal etwas mit Dialekt zu tun. In anderen Gegenden gibt es für manches jeweils andere Bezeichnungen. Und wie besonders Ostwestfälisch als Sprache ist, brauche ich denen nicht zu erzählen, die einmal Harald Mewes mit seinem Programm erlebt haben.

Eine schöne Szene habe auch ich einmal erlebt, als ich mit einigen anderen an der Erarbeitung eines Textes gesessen habe und einer aus der Runde, ein Österreicher, plötzlich fragte, was wir denn mit einem bestimmten Begriff meinten. Und wir stellten im folgenden Gespräch fest, dass der Inhalt des Begriffes in Deutschland ein ganz anderer als in Österreich war. Unser österreichischer Freund seufzte und meinte ironisch-resigniert: „Das, was uns als Deutsche und Österreicher zu allererst trennt, das ist die gemeinsame Sprache.“

Es ist offensichtlich: So sehr Sprache verbindet, so sehr kann sie auch trennen. Die Erzählung vom Turmbau zu Babel ist das ganz herausragende Beispiel dafür. Die größten Menschheitsziele scheitern ganz oft ebenso wie die kleinen zwischenmenschlichen Projekte daran, dass sich die Menschen nicht mehr verstehen: dass sie nicht mehr die gleiche Sprache sprechen – im konkreten, aber auch im übertragenen Sinn.

Menschen reden aneinander vorbei, zum Beispiel, weil der eine auf der Sachebene etwas sagt und der andere darin eine Aussage auf der Beziehungsebene hört; oder weil der eine mit seiner Aussage etwas über sich erzählen möchte und der andere diesen mitschwingenden Ton nicht hört und nur exakt eine sachliche Antwort gibt. Die Kölner Acapella-Gruppe Wise Guys hat dieses Problem, das so oft besonders zwischen Männern und Frauen ein Thema ist, in vielen Songtexten verarbeitet.

So also scheitern kleine und große Projekte: kleine wie eine Partnerschaft und große wie der Turmbau zu Babel: Sie scheitern, weil die einen die Sprache der anderen nicht verstehen. Sie scheitern aber auch an mangelnder Kommunikation: weil die einen denken, die anderen wüssten schon oder noch, was wichtig ist; oder sie scheitern an unausgesprochenen Erwartungen an diejenigen, die ebenfalls mitarbeiten.

Und wie gelingen Projekte? Ich will es zunächst an einem weltlichen Beispiel deutlich machen: Nehmen wir deutsche Bundesligamannschaften im Fußball. Da sind heutzutage Spieler aus ganz verschiedenen Nationen mit dabei, die oft genug bei den Interviews einen Dolmetscher brauchen, weil sie Deutsch nicht oder noch nicht sprechen. Auch Trainer sprechen oft genug kein oder kaum Deutsch. Und trotzdem haben Mannschaften Erfolg, in denen das mit der Verständigung auf den ersten Blick geradezu unmöglich erscheint. Woran liegt das? Es liegt daran, dass der Geist in der Mannschaft stimmt. Dafür muss vor allem der Trainer sorgen. Fußball spielen, das können die alle. Es ist das große Geheimnis der internationalen Fußball-Mannschaften: Der Geist der Mannschaft stimmt.

Und damit ist das Zauberwort gefallen, das auch für den, wenn man es so nennen will, Erfolg der christlichen Kirche steht. Die Strahlkraft des Glaubens, die Anziehungskraft der Gemeinden, das Miteinander in der Kirche, das zu einer Stütze des eigenen, persönlichen Glaubens führt – alles das entsteht, wenn der Geist in der Kirche stimmt. Und dieser Geist ist im christlichen Glauben dann doch etwas ganz anders als der Geist, der in einer Fußball-, in einer Handball- oder in einer Basketball-Mannschaft herrscht. Bei den Sportmannschaften könnte man ja auch wie bei einer Partnerschaft sagen, dass die Chemie zwischen den Beteiligten stimmt.

Mit dem Geist in der Kirche ist das etwas ganz anderes. Denn dieser Geist ist nicht nur die Befähigung zu diesem oder jenem, was Menschen mit christlichem Glauben oder Kirche verbinden: Beten oder diakonisch handeln, Ämter ausüben oder Predigen, ja sogar gesund machen oder Wunder tun – das können andere auch, das ist nicht das Kennzeichen einer christlichen Gemeinde oder – etwas größer gedacht – der christlichen Kirche.

Bei allen Unterschieden in den einzelnen Dingen der Gemeindearbeit, in den Formen, Gottesdiensten zu feiern, in den Möglichkeiten, Kirchengebäude zu bauen und Kirche zu organisieren, bei allen Meinungen über dieses oder jenes Thema, bei allen Frömmigkeitsformen, die das Christentum im Lauf von fast 2000 Jahren hervorgebracht hat: Das, was die eine, heilige, allgemeine und apostolische Kirche in ihrem Innersten zusammen hält, das ist dieser eine Heilige Geist.

Davon hat der Apostel Paulus der Gemeinde in Korinth geschrieben, um die verschiedenen Strömungen in dieser Gemeinde zusammen halten zu können – wir haben es als zweite Schriftlesung gehört.
Es ist der Heilige Geist, der die christliche Kirche zur Kirche macht, zur Ekklesia, wie es auf Griechisch heißt: zu denen, die von Jesus aus der Welt zu dieser Gemeinschaft herausgerufen werden. Ekklesia – das sind die, die aus ihren Häusern herausgerufen sind, um zur Versammlung der Getauften zusammen zu kommen.

Es ist der Heilige Geist, der die christliche Kirche zur Kirche macht. Und woran erkennt man das? Wie merken wir denn, dass es wirklich der Heilige Geist ist, der uns antreibt und nicht irgend ein anderer Geist. Auch dazu hat Paulus eine sehr genaue Meinung: Zunächst stellt er fest, dass alle in der Gemeinde und damit alle in der Kirche eine Gabe, also eine Begabung haben. Paulus schreibt: „Durch einen jeden offenbart sich der Geist.“ Jede und jeder hat also mindestens eine Gabe. Bei manchen muss man diese Begabung erst einmal suchen, weil diejenigen sie vielleicht selber noch gar nicht entdeckt haben, oder, weil sie schüchtern sind und sich nicht trauen, ihre Gabe einzubringen, oder weil sie ein bisschen träge oder sogar faul sind und lieber auf dem Sofa bleiben wollen. Andere haben vielleicht sogar mehrere Begabungen und das sind dann die, die sich in vielen Bereichen der Gemeinde tummeln. Aber: jede und jeder hat mindestens eine Begabung, die er oder sie vom Heiligen Geist bekommen hat. Wie schön, wenn sie entdeckt und dann auch angewandt werden. Und wie viel fehlt in der Gemeinde, wenn Gaben auf dem Sofa brach liegen.

Aber das nur nebenbei. Es ging ja um die Frage, woran man erkennt, dass es auch der richtige Geist ist, der einen da antreibt. Ehrlich gesagt: Es ist nicht so einfach, das zu sagen; denn es gibt kein Messgerät und keine Art von Fieberthermometer, mit denen man messen könnte, ob das nun der Heilige Geist oder so etwas wie ein Gespenst bei Ghost-Busters ist. Es ist vielmehr ein Kriterium, das sich an dem Ganzen der Kirche orientiert. Paulus schreibt: „Durch einen jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller.“

„Zum Nutzen aller.“ Darauf kommt es Paulus an. Und wir alle ahnen, dass das nicht immer so ganz einfach ist. Nur eines ist wahrscheinlich eindeutig: Wenn jemand unter dem Deckmantel der Gemeinde nur in seine eigene Tasche wirtschaftet, dann läuft irgendetwas schief.

„Durch einen jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller.“ Vielleicht werden wir in unserer Menschlichkeit dieses „für alle“ nie wirklich erfüllen können. Aber unser Augenmerk, unsere Motivation für alles in der Gemeinde muss immer sein, diesem „zum Nutzen aller“ so nahe wie möglich zu kommen. Dann dürfen wir wohl auch getrost darauf vertrauen, dass der Heilige Geist von sich aus das ausgleicht, was noch fehlt.

Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes, der die Jünger und damit auch uns über alle Sprachprobleme hinweg begeistert und sie so mit den Gaben und Fähigkeiten ausstattet, die die Kirche braucht, um ihren Auftrag zu erfüllen: die Liebe Gottes zu den Menschen zu bringen und so dem Leben zu dienen und Gott zu ehren. Und eine solche Kirche wünsche ich mir am Geburtstag der Kirche auch für unsere Gemeinde. Amen.