Familiengottesdienst am 24. September (so war’s)

Familien-Gottesdienst

am 15. Sonntag nach Trinitatis – 24. September 2006

in der Evangelisch-Lutherischen Kirche zu Möllbergen

Glockengeläut und Vorspiel der Marimbas

Begrüßung
P: Der Herr sei mit euch.
G: Und mit deinem Geist.
P: Willkommen zum Familien-Gottesdienst. Wie wir eben hören konnten, haben wir heute musikalische Gäste: Vielen Dank an die Marimbaband aus Holzhausen, die uns heute an drei Stellen im Gottesdienst mit ihren frischen Klängen den Gottesdienst verschönt. Bei den Liedern begleitet uns Frau Heckmann an der Orgel.
Heute bestimmt der Kindergottesdienst, was in der Kirche passiert: Letze Woche habt ihr mit einer neuen Reihe über Noah und die Sintflut begonnen. Heute wollen wir sehen wie es weiter geht.
Rabe: ist während der Einleitung zu P gegangen. Da bin ich gespannt.
P: Hallo, lieber Rudi Rabe. Schön, dass Du heute auch wieder mit dabei bist. Letzte Woche haben dich einige von den Kindern ja schon kennen gelernt. Die werden uns heute zwischendurch auch bestimmt helfen.
Rabe: Toll, so feiern wir heute gemeinsam, alle zusammen Gottesdienst.

Votum
P: Wir stellen uns unter das Zeichen unseres Glaubens und sprechen gemeinsam:
G: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen.

Lied 455 „Morgenlicht leuchtet“

Erinnerung an den Anfang
P: Das Lied, das wir gesungen haben, erinnert uns an eine schöne Zeit und einen schönen Ort: an das Paradies – damals, als die Menschen noch zusammen mit Gott gelebt hatten.
Rabe: Ja, aber dann war alles ganz schlimm geworden. Angefangen hat es mit Adam und Eva, wie sie nicht auf Gott hören wollten.
P: Und dann waren da noch Kain und Abel und schließlich die vielen Menschen, die nicht mehr auf Gott hören wollten. Das wird alles in der Urgeschichte der Bibel erzählt. Und manches, was da erzählt wird, das kennen wir auch von uns.
Rabe: Meinst du wirklich?
P: Ja, aber wenn wir das wissen, dann können wir etwas dagegen tun. Darauf kommt es an. Mit dem Lied „Gott gabe uns Atem, damit wir leben“ möchte ich mit Euch darüber nachdenken. Zuerst wird ein Kind etwas sagen und dann singen wir jeweils eine Strophe. Vorher gibt es ein ganz paar Töne zum Reinkommen von Frau Heckmann.

Kyrie mit Lied 432 „Gott gab uns Atem“
L1: Wir verdanken Gott unser Leben, er hat es uns gegeben. Das sollen wir nicht vergessen. Gott hat uns auch Augen gegeben, damit wir die anderen Menschen und die Tiere und die ganze Welt um uns herum sehen. Die Not der anderen soll uns nicht gleichgültig sein. Darum lasst uns singen vom Lied 432 die 1. Strophe:
Gott gab uns Atem, damit wir Leben
L2: Gott hat uns Ohren gegeben, damit wir zuhören können: was die Menschen uns sagen: ihre Sorgen und Nöte, ihre Freude und ihren Jubel. Er hat uns Worte gegeben: nicht zum Lügen und Verletzen sondern zum Trösten und Einander verstehen. Darum lasst uns singen vom Lied 432 die 2. Strophe:
Gott gab uns Ohren, damit wir hören
L3: Gott hat uns Hände gegeben, damit wir handeln können: Nicht zum Zerstören oder Hauen, sondern zum Helfen und Liebhalten. Gott hat uns Füße gegeben: Nicht zum Weglaufen, sondern dass wir mit unserem Glauben fest stehen und uns frei und offen zu Gott bekennen können. Darum lasst uns singen vom Lied 432 die 3. Strophe:
Gott gab uns Hände, damit wir handeln

Gnadenzusage
P: Die Güte des Herrn ist‘s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und seine Treue ist groß. Klagelieder Jeremiae 3,22.23
Welch ein Grund, Gott zu danken und zu singen!
Gloria in Excelsis „Allein Gott in der Höh sei Ehr …“

Eingangsgebet
P: Großer und lieber Gott.
So vieles im Leben ist schön und gut.
Das ist nicht selbstverständlich
und wir danken dir für alles, über das wir uns freuen können.
Vieles ist aber auch bei uns nicht in Ordnung,
die Menschen sind nicht immer gut und lieb.
Bewege du die Herzen der Menschen zum Guten,
gib ihnen immer wieder neu Frieden und Liebe in ihre Herzen,
damit es gut ist zu leben: heute und morgen und immer.
G: Amen.

Der Beginn der Sintflut (1. Mose 6+7)
Rabe: Und dann kam die Sintflut. Nur Noah wurde gerettet.
P: Nein, das stimmt nicht ganz. Wie war das noch? Die Kinder haben letzte Woche ganz viel vorbereitet, damit wir da heute nicht einfach nur trocken erzählen müssen. Kommt doch nach vorne und helft uns, diesen Teil der Geschichte zu erzählen.
(Kinder kommen nach vorne, die Tafel wird nach vorne gestellt.)
P: Also, zuerst war da Noah. Der hat zusammen mit seiner Familie die Arche gebaut.
(Arche wird angeklebt, ungefähr auf der Mitte der Tafel, dann Noah.)
Schließlich kamen die Tiere. Immer paarweise gingen sie in die Arche. Nur von ein paar besonderen kamen nehr als zwei. warum das werdet ihr nachher erfahren.
Rabe: Einige Tiere haben die Kinder letzte Woche gebastelt. Lass uns doch einmal sehen, was es da alles gibt: …
Die Kinder bringen die gebastelten Tiere nach vorne; alle werden angeklebt.
P: Ganz zum Schluss ging die Familie von Noah in die Arche.
Rabe: Das sind wir hier vorne. Hier auf den Stufen können wir und hinsetzen.
P: Und Gott machte die Tür ganz dicht zu und dann kam das Wasser. Zuerst ganz dicke Wolken. Wolken werden angeklebt. Dann regnete es; zuerst nur ein bisschen und die anderen Menschen lachten immer noch über Noah. Aber dann wurde es immer mehr.
Kinder kleben 1. Wellenlage an.
Irgendwann sah es so aus, als ob das Wasser nicht nur vom Himmel sondern auch aus dem Boden kommen würde.
Kinder kleben 2. Wellenlage an.
Da lachten die Menschen nicht mehr. Und dann wurde es so viel, dass das Wasser nicht mehr abfließen konnte. Es stieg und stieg.
Kinder kleben 3. Wellenlage an.
Solange ging das, bis alles, aber auch alles unter Wasser stand. Nur die Arche schwamm oben auf dem Wasser. Alles andere war untergegangen.
Rabe: Was haben die denn in der Arche gemacht?
P: Es gab viel zu tun. Andauernd musste irgendwo ein Stall ausgemistet werden. Aber manchmal hatten Noah und seine Familie auch Zeit. Vielleicht haben sie Musik gehört oder selber gemacht. Das übernehmen jetzt die Marimbas. Die spielen jetzt für uns.

Marimbas

Noah und die Arche auf dem Wasser (1. Mose 8,1-20)
Rabe: Ja, ich kann mir die Geschichte gut vorstellen: Wie Gott traurig war und die Welt zerstören wollte, wie die Arche gebaut wurde, wie die Tiere kamen und alle in die Arche gingen. Ja, und dann die Flut, schrecklich! Aber Noah und seine Familie und die Tiere waren ja sicher. Und wie geht es nun weiter? Das muss doch ziemlich eng in der Arche gewesen sein.
P: Das war es auch, so wie bei uns hier vorne. Und die Menschen und Tiere mussten auch sehr lange in der Arche ausharren.
Rabe: Oh, und wie lange?
P: Nun ja, einige Wochen werden es schon gewesen sein; was sage ich: Monate.
Rabe: Das ist aber lang. Hatte Gott die denn ganz vergessen?
P: Nein, Gott hatte sie ganz und gar nicht vergessen. Im Gegenteil. Er hat immer an sie gedacht. Aber es brauchte nun mal seine Zeit. Zuerst stieg das Wasser ja, und dann brauchte es auch wieder eine Weile, um abzufließen.
Rabe: So lange?
P: Ja, so lange. Dabei hatte ein Rabe es noch gut. Er durfte nämlich als Erster raus.
Rabe: Ach ja, wir Raben waren schon immer etwas Besonderes. Aber warum durfte gerade ein Rabe als Erstes raus?
P: Nun, Raben können ja fliegen und schon mal nachschauen, wie es draußen so aussieht.
Also, als schon eine lange Zeit verstrichen war und Noah wusste, dass die Flut fast zurückgegangen sein musste, da öffnete er eine Art Fenster oben an der Arche und ließ schon mal einen Raben fliegen. Und der Rabe flog los.
1 Kind mit dem Pappraben „fliegt“ durch die Kirche.
Aber das Wasser war noch nicht richtig zurückgegangen. Und so flog er hin und her und her und hin.
Rabe: Und wieder zurück zur Arche.
P: Genau, so wird es gewesen sein. Also, er flog hin und her, bis die Erde trocken war.
Rabe: Ein treuer Bursche also. So sind wir Raben: intelligent und treu und … immer hilfsbereit.
P: Schließlich kam der Rabe zur Arche zurück.
(Kind kommt wieder)
Aber nicht nur einen Raben ließ Noah fliegen. Auch eine Taube. Tauben sind ja noch anhänglicher.
1 Kind mit der Papptaube „fliegt“ durch die Kirche.
Aber die Taube kam bald ganz erschöpft zurück. Sie hatte noch kein Land gerunden.
(Kind kommt wieder)
Eine Woche später hat Noah noch eine Taube fliegen lassen.
1 weiteres Kind mit der Papptaube „fliegt“ durch die Kirche.
Die brachte immerhin schon ein Ölblatt mit. Da wartete Noah noch sieben Tage und ließ wieder eine Taube fliegen. Und die kam nicht mehr zurück.
1 weiteres Kind mit der Papptaube „fliegt“ durch die Kirche und gibt die Taube in der Gemeinde ab.
Da wusste Noah: Jetzt kann es nicht mehr lange dauern und wir können raus aus der engen Arche. – Und wirklich, eines Tages sprach Gott zu ihm: »Nun ist es Zeit, geh aus der Arche, du und deine Familie.
Rabe: Und all die Tiere.
P: Ja, und alle Tiere sollte er herauslassen: die Elefanten, die Tiger, die Kamele, die Hunde, die Katzen, die Bären, die Mäuse, die Vögel; auch die Würmer krochen heraus und die Schmetterlinge flatterten davon, alle kleinen und große Tiere, eben alle, die in der Arche waren. Über ein Jahr hatten sie in der Arche gelebt. Was war der Noah erleichtert! Er sah die weite Erde. »Ach, was kann das Leben schön sein!« Ja, es stimmt: Gott befreit zum Leben.
Rabe: Jetzt konnte es wieder neu losgehen. Aber halt. Da war noch etwas. Was das war, werdet ihr wissen, wenn wir das nächste Lied gesungen haben:

Lied 644 „Vergiss nicht zu danken dem ewigen Herrn“

Glaubensbekenntnis
P: Ja, auch Noah wollte Gott für seine Rettung danken. Und Noah tat es auf doppelte Weise: mit Worten und mit Taten. Mit Worten Gott zu danken ist ganz einfach. In der Kirche tun wir das jeden Sonntag wenn wir das Glaubensbekenntnis sprechen: Da danken wir Gott für unsere Rettung.
Rabe: Und wie Noah Gott mit Worten danken wollte, so wollen wir das auch heute tun. Lasst uns aufstehen und gemeinsam unseren Glauben bekennen, der uns vereint über Grenzen und Zeiten hinweg:
G: Ich glaube an Gott, den Vater, …

Ende der Geschichte und Lied 645 „Lasst uns miteinander“
mit Einsammeln der Kollekte als Altarumgang

P: Und dann wollte Noah Gott auch mit Taten danken. Damals war es üblich, auf einem Altar Tiere zu opfern, wenn man Gott besonders Danke sagen wollte. Und so baute Noah einen Altar.
Rabe: Und jetzt wissen wir auch, warum Noah von einigen Tieren mehr als ein Pärchen mitnehmen sollte.
P: Genau. Bei uns heute werden natürlich keine Tiere mehr geopfert. Wenn wir Gott mit Taten dafür „Danke“ sagen wollen, dass es uns so gut geht, dass wir hier sicher leben können, dass er uns in den Schwierigkeiten unseres Lebens nicht allein gelassen hat, dann tun wir das heute so: wir helfen anderen Menschen. Im Gotteseinst sammeln wir Geld, damit anderen Menschen geholfen werden kann.
Rabe: Letzte Wochen haben die Kinder Steine gemalt, damit wir heute auch einen Altar bauen können.
P: Dann lass uns das mit den Kindern zusammen tun.
Die Steine werden von den Kindern auf die vorbereitete Pappe geklebt.
So wie Noah seine Gaben zum Altar gebracht hat, so wollen wir das heute auch tun:
Rabe: Wir singen „Lasst uns miteinander, lasst uns miteinander singen, beten, loben den Herrn“ immer wieder und gehen dabei um den Altar herum und tun unsere Kollekte dort in die Schale. Für was sammeln wir denn?
P: Die Kollekte ist heute für die Arbeit mit Ausländern und Flüchtlingen in Westfalen und für die Aktion „Hoffnung für Osteuropa“. Da wird Menschen geholfen, denen es sehr viel schlechter geht als uns: Hier in Westfalen, wo Menschen hinkommen, die sich nicht anders zu helfen wussten als ihr Heimat zu verlassen; und in den Ukraine, wo die Evangelisch-Lutherische Gemeinde Donezk alten und armen Menschen helfen will. Das Diakonieopfer wird heute am Ausgang gesammelt.
Lied 645 „Lasst uns miteinander“
(Die Kinder können sich nach dem Umgang wieder auf die Stufen vor dem Altar setzen.)

Abkündigungen

Fürbitten „Du machst das Leben auf der Erde möglich“
Rabe: Zum Reden mit Gott gehört also nicht nur das Danken, sondern auch das Bitten: Für uns und für andere.
P: Das lasst uns jetzt tun. Dazu können wir auch noch einmal dreigroße Kinder brauchen, die etwas lesen.
Kinder melden sich.
So lasst uns aufstehen und beten:
Gemeinde erhebt sich.
P: Gott, du machst das Leben auf dieser Erde möglich durch die Fülle deiner Gaben. Du willst uns aus den Fluten des Lebens retten, die uns verschlingen wollen. Wir danken dir für alles, was du uns schenkst, und bitten um deine Kraft, wenn Sorgen uns bedrücken. Wir rufen dich an:
G:Herr, erbarme dich.
L4: Gib uns den Heiligen Geist, dass wir die Zeichen der Zeit erkennen, dass wir spüren, wann und wo wir gefordert sind, dass wir zuversichtlich bleiben in unserer Liebe zum Leben. Wir rufen dich an:
G:Herr, erbarme dich.
L5: Hilf allen, die in den Staaten Verantwortung tragen: damit diese Erde bewohnbar bleibt für viele Generationen. Nimm den Menschen die Angst vor der Zukunft. Wir rufen dich an:
G:Herr, erbarme dich.
L6: Wir beten für alle Menschen in unserer Nähe und nennen dir aus unserer Gemeinde …, die heute ein neues Lebensjahr beginnen dürfen. Begleite sie auf allen ihren Wegen.
Wir beten auch für alle in der weiten Welt, besonders in den armen Ländern. Hilf uns, diese Menschen zu sehen und barmherzig zu werden. Wir rufen dich an:
G:Herr, erbarme dich.
P: Für die Verlassenen und die Entmutigten bitten wir, dass du ihnen mit deinem Trost entgegengehst, für die Sterbenden und die Trauernden bitten wir um Bewahrung in deiner guten Hand. Besonders denken wir an …, die du in dein himmlisches Reich gerufen hast. Wir danken dir für alles, was du durch sie getan hast, besonders auch in unserer Gemeinde. Wir denken auch an alle, die um sie trauern. Schenke du Kraft und Trost.
Mache uns, Gott, bereit für alles, was von dir kommt, dass wir behütet bleiben unter deinem Segen, heute und Tag um Tag, auf allen unseren Wegen bis in Ewigkeit.

Vater unser
Vater unser im Himmel, … Amen.

Lied 171 „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott“

Segen
P: So geht im Frieden des Herrn.
Der Herr segne Dich und behüte Dich – Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig – Der Herr erhebe seine Angesicht auf Dich und schenke Dir seinen Frieden.
G: Amen, Amen, Amen.

Marimbas

Einige Ideen zu diesem Gottesdienst
sind der Arbeitshilfe "Der Kindergottesdienst", Heft 3/2006 (L.Bechauf Verlag/Gütersloher Verlagshaus/Aussaat Verlag) entnommen. Vielen Dank.

Das Fürbittengebet ist in leicht abgewandelter Form der Sammlung des Liturgiekontors "Maria Magdalena" (evangelische-Liturgie.de) von Reinhard Brandhorst entnommen (zum 15. Sonntag nach Trinitatis).

Die Bilder zeigen einige der Kinder zusammen mit Rudi Rabe nach dem Gottesdienst an der Tafel mit der Arche.

Vielen Dank an die Marimba-Band aus Holzhausen für Ihre Mitgestaltung.

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