Familiengottesdienst mit Predigtgedanken zum (Ein-)Pflanzen des Glaubens

Familiengottesdienst mit Tauferinnerung[/B]

1. Sonntag nach Epiphanias
7. Januar 2007

Orgelvorspiel und Begrüßung

Lied „Voll im Wind und voll im Leben“

Votum
Pastor: Wir stellen uns unter das Zeichen unseres Glaubens und sprechen:
Gemeinde: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen.

Psalm „Gott, du bist so gut zu mir“

Kyrie
Pastor: Dein Licht, Jesus Christus, macht es in unserer Finsternis hell. Hilf uns sehen, wir rufen:
Gemeinde: Kyrie eleison. Kyrie eleison. Kyrie eleison. (EG 178.9)
Pastor: Dein Wort, Jesus Christus, will uns aufrichten und trösten. Hilf uns hören, wir rufen:
Gemeinde: Kyrie eleison. Kyrie eleison. Kyrie eleison. (EG 178.9)
Pastor: Dein Geist, Jesus Christus, ist in unserer Taufe über uns ausgegossen. Begeistere uns, wir rufen:
Gemeinde: Kyrie eleison. Kyrie eleison. Kyrie eleison. (EG 178.9)

Gnadenzusage
Pastor: Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch! (1.Johannes 3,1) Welch ein Grund, Gott zu danken und zu singen!
Gloria in Excelsis „Allein Gott in der Höh sei Ehr …“

Eingangsgebet
Pastor: Gott, deine Kinder sein – das möchten wir gern.
Uns von deinem Geist antreiben lassen, dir vertrauen – das wünschen wir uns.
Es gibt so viele andere Dinge, die uns treiben: Sorgen, Fragen, Ängste.
Uns fehlt der Mut, bei dir zu bleiben. Wir tun lieber, was alle tun.
Wecke uns auf, sprich uns an, gib uns deinen Geist,
damit wir werden, wie du uns gewollt hast:
Deine Kinder, Menschen deines Wohlgefallens.
Gemeinde: Amen.
(Das Gebet stammt aus der Agende der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck zum 1. Sonntag nach Epiphanias)

Schriftlesung und Halleluja
Matthäus 3,1-6.13-17 i.A. und Psalm 2,7
Lektor: Damals fing Johannes der Täufer an, zu predigen. Er rief:
Johannes: „Kehrt um zu Gott! Denn jetzt beginnt seine neue Welt.“
Lektor: Viele Menschen kamen zu ihm. Sie bekannten ihre Sünden und ließen sich von ihm im Jordan taufen. Da kam Jesus auch aus seiner Heimat in Galiläa an den Jordan, um sich von Johannes taufen zu lassen. Aber Johannes versuchte, ihn davon abzubringen:
Johannes: „Ich müsste eigentlich von dir getauft werden, und du kommst zu mir?“
Jesus: „Lass es so geschehen, denn wir müssen alles tun, was Gott will.“
Lektor: Da gab Johannes nach. Gleich nach der Taufe stieg Jesus wieder aus dem Wasser. Der Himmel öffnete sich über ihm, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Gleichzeitig sprach eine Stimme vom Himmel:
Lektor2: „Dies ist mein geliebter Sohn, der meine ganze Freude ist.“

Lektor: Halleluja. Kundtun will ich den Ratschluss des HERRN. Er hat zu mir gesagt: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt. Halleluja.
(Übersetzung nach "Hoffnung für alle")

Lied EG 66,1+2+7+8 „Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude“

Predigtgedanken zum (Ein-)Planzen des Glaubens
Liebe Tauferinnerungs-Gemeinde!
Als Jesus getauft wurde, ist etwas besonderes mit ihm passiert: der heilige Geist ist auf ihn herab gekommen und hat ihn erfüllt. Gottes besondere Nähe, seine Kraft war plötzlich da und Jesus hat das gespürt. Die Bibel sagt, dass dieser Geist Gottes wie eine Taube vom Himmel herunter gekommen ist. Das war aber nicht alles: Jesus hat auch eine Stimme gehört – Die Stimme seines himmlischen Vaters: „Du bis mein Sohn, dich habe ich lieb.“

Ich glaube, wir alle wissen, wie gut es tut, wenn einer da ist, der sagt: „Ich habe dich lieb.“ Da bekommen wir neue Kräfte, da können wir plötzlich Dinge, die wir vorher nicht gekonnt haben. Bei Jesus war das auch so: nach seiner Taufe durch Johannes, als Gott ihm gesagt hatte: Ich habe dich lieb – danach konnte Jesus von Gott erzählen, die Menschen an Gott erinnern und an die Liebe, die Gott für jeden Menschen hat. Jesus konnte die Menschen zu Gott zurück führen.

Gott hat Jesus zugesprochen: Ich habe dich lieb, ich bin bei dir, was auch immer in deinem Leben geschieht, sogar dann, wenn du stirbst! Vor allem auch dann, wenn du es gar nicht spüren kannst, weil anderes dich beschäftigt. Und das gilt nicht nur für Jesus, sondern für alle Menschen, die getauft sind. Gottes Geist kommt mit seiner Kraft bei der Taufe zu den Täuflingen, auch wenn wir das nicht so sehen können, wie Jesus die Taube gesehen hat, aber die Taube im Glasfenster über dem Taufstein hier in unserer Kirche erinnert uns daran.

Natürlich muss ich dazu wissen, dass ich getauft. Um daran zu erinnern, habe ich euch eingeladen. Manche von euch werden sich vielleicht auch fragen: Ich habe von Gottes Geist und von seiner Kraft noch nie etwas gespürt; habe ich sie denn? Wir können nicht sagen: Hier ist sie, ich habe sie ganz fest. Aber immer wieder in unserem Leben können wir spüren: Ich habe die Kraft von Gott bekommen, auch etwas Schlimmes und Trauriges durchzustehen; obwohl ich zuerst dachte, das schaffe ich nicht. Oder ich finde die richtigen Worte, um Menschen zu trösten; oder ich finde etwas zu tun, um ihnen zu helfen.

Und ein Zweites ist auch wichtig: So etwas funktioniert nicht einfach so, ganz von allein. Gott schenkt uns in der Taufe seinen Geist und wir sollen und dürfen ihn in uns wachsen lassen. Deshab habe ich gesagt, wir müssen wissen, dass wir getauft sind. Wir müssen Gott Platz machen in unserem Herzen, damit der Glaube an ihn wachsen kann.

Mit besonders schönen Worten hat es Gott im Buch des Propheten Jesaja gesagt. Gott spricht: „Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr‘s denn nicht?“ Diese Worte sind die Jahreslosung für das neue Jahr. Und sie sagen: Gott lässt in uns etwas von seinem Geist wachsen. In der Taufe beginnt es. Es dauert zwar, bis es sichtbar wird, aber es wächst. Gott lässt es wachsen. Da wird etwas in uns hineingelegt, so wie ein kleines Samenkorn in die Erde gelegt wird. Und dann soll es immer weiter gehen.

Dann sind hoffentlich die Eltern da und die Paten, die mit den Kindern beten, die vom Glauben und von der Gemeinschaft der Getauften, der Gemeinde erzählen und die Kinder mit zum Gottesdienst nehmen oder sie zum Kindergottesdienst bringen oder zur Kindergruppe. So begießen und pflegen sie das kleine Samenkorn des Glaubens, damit der Glaube wachsen kann. Das ist die Aufgabe der Eltern und Paten, sie sollen euch spüren lassen: Gott sagt „Ich habe dich lieb“ und das gilt auch mir.

Heute soll für die, die ich zur Tauferinnerung eingeladen habe, diese Sache mit dem Samenkorn des Glaubens sichtbar werden. Wir haben Blumentöpfe vorbereitet, in die ihr den Samen von Sonnenblumen legen sollt. So wie bei eurer Taufe der Heilige Geist in euch hinein gelegt worden ist. Die Samen gehen dann hoffentlich auf, so wie das in euch aufgeht, was Gott in der Taufe mit euch angefangen hat: euer Glaube. Denn Gott spricht: „Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr‘s denn nicht?“
Ich lese jetzt die Namen der Täuflinge vor.

Aktion: Pflanzen von Sonnenblumensamen
Die Blumentöpfe, deren Täuflinge nicht da sind, werden in der Kirche aufgestellt.
Wichtig für die Kinder, deren Samen nicht aufgehen: Die Samen sind nur ein Bild. Wenn sie nicht aufgehen, heißt das nichts Schlechtes für den Glauben der Tauferinnerungskinder. Gott hat viele Möglichkeiten, den Glauben wachsen zu lassen, das ist nicht von drei Samenkörner abhängig.

Lied EG 210 „Du hast mich, Herr zu dir gerufen“

Glaubensbekenntnis
Pastor: Das Glaubensbekenntnis ist so etwas wie der sichtbare und vor allem auch hörbare Teil des Glaubens. Da sagen wir: Ja, wir wollen uns an diesen Gott halten. Lasst uns unseren christlichen Glauben bekennen, der uns eint über Grenzen und Zeiten hinweg:
Gemeinde: Ich glaube an Gott, den Vater, …

Lied 644 „Vergiss nicht zu danken“

Abkündigungen

Fürbitten „Ein Kind wie alle Kinder“
Pastor: Lasst uns beten mit Worten, wie sie Kinder in Sambia beten:
Lektor: Jesus, ich danke dir, dass du ein Kind warst wie alle Kinder,
schwarz, braun, gelb oder weiß.
Jesus, ich danke dir, dass du ein Kind warst wie wir,
ein Hirtenkind, ein Arbeiterkind,
ein Königskind, ein frohes Kind. Wir rufen:
Gemeinde: Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich. Herr, erbarme dich.

Pastor: Jesus, ich danke dir: dass du mit uns lebst, täglich in unserer Mitte.
Du weinst mit uns. Du freust dich mit uns.
Du hungerst mit uns. Du lernst mit uns.
Du segnest uns. Wir rufen:
Gemeinde: Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich. Herr, erbarme dich.

Lektor: Jesus, ich bitte dich: Hilf allen Kindern,
den vielen, die Hunger haben, den vielen, die krank sind,
den vielen, die behindert sind, den vielen, die auf der Flucht sind,
den vielen, die reich sind. Wir rufen:
Gemeinde: Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich. Herr, erbarme dich.

Pastor: Wir bitten dich besonders für …, den du zu dir gerufen hast. Wir dürfen darauf vertrauen, dass Du ihn bei dir aufnimmst. Wir danken dir für alle Kraft und für alle Liebe. Tröste alle, die um ihn trauern. Schenke du ihnen allen neue Zukunft und neue Hoffnung.
Lektor: Wir bitten dich auch für alle die heute Geburtstag haben: für … und für …, …. Begleite sie in ihrem neuen Lebensjahr und schenke ihnen die Freude der Kinder Gottes. Wir bitten dich für das Brautpaar … und …, für einen gemeinsamen Lebensweg unter deinem Segen. Wir rufen:
Gemeinde: Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich. Herr, erbarme dich.

Pastor: Jesus, ich bitte dich, segne alle: die Großen und die Kleinen. Hilf ihnen, dass sie zu dir beten, dass sie an dich glauben,
dass sie mit dir lieben, dass sie dir und allen Menschen dienen. Mit den Worten, die du uns geschenkt hast, sprechen wir gemeinsam:
(Das Fürbittgebet stammt (ohne den auf die Gemeinde bezogenen Teil) aus der Agende der Ev. Kirche von Kurhesen-Waldeck zum 1. Sonntag nach Epiphanias)
Vater unser

Segen und Orgelnachspiel

Autor: PaToWi

Ich darf mein Leben frei gestalten unter dem liebenden Blick Gottes. Ist das nicht Grund genug auf IHN zu hören und mir von IHM den Weg weisen zu lassen?

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