Tauferinnerungs-Gottesdienst am 13. Januar 2008

"Ich hab es selbst erlebt!"

Gottesdienst mit Tauferinnerung
am Letzten Sonntag nach Epiphanias
13. Januar 2008
in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Möllbergen

Glockengeläut und Orgelvorspiel
Begrüßung
P: Der Herr sei mit euch.
G: Und mit deinem Geist.
P: Willkommen zum Gottesdienst am Letzten Sonntag nach Epiphanias. Wir feiern heute die Erinnerung an unsere Taufe. Die Geschichte von der Verklärung Jesu soll uns dabei helfen. Ihr kennt sie nicht? Macht nichts, ihr werdet sie kennenlernen. Ein ganz wichtiges Stichwort ist: dabei sein, mitmachen. Ganz besonders eingeladen habe ich zu dieser Tauferinnerung diejenigen, die vor etwas über 4 Jahren und vor etwas über 8 Jahren getauft wurden.

Lied „Voll im Wind und voll im Leben“

Votum
P: Wir stellen uns unter das Zeichen unseres Glaubens und sprechen:
G: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen.

Psalm „Gott ist gut zu mir“
Alle: Gott ist gut zu mir! Gott ist gut zu mir!
Er hält meine Hand, gibt festen Stand! Gott ist gut zu mir!
Lektor: Gott, Du bist so gut zu mir, weil ich mit Dir sprechen kann.
Du bist immer nah bei mir, und ich weiß: Du hörst mich an!
Alle: Gott ist gut zu mir! …
Lektor: Gott, Du bist so gut zu mir, geh‘ ich, steh‘ ich, Du bist hier! Ich
schau Dich voll Vertrauen an, du zeigst Wege, die ich gehen kann!
Alle: Gott ist gut zu mir! …
Lektor: Gott, Du bist so gut zu mir! Wie die Sonne mir das Herz erhellt,
so macht dein Geist es hell in mir, weil ich in der Taufe dein Kind bin.
Alle: Gott ist gut zu mir! …

Kyrie
P: Dein Licht, Jesus Christus, macht es in unserer Finsternis hell. Hilf uns sehen, wir rufen:
G: Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison.
P: Dein Wort, Jesus Christus, will uns aufrichten und trösten. Hilf uns hören, wir rufen:
G: Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison.
P: Dein Geist, Jesus Christus, ist in unserer Taufe über uns ausgegossen. Begeistere uns, wir rufen:
G: Kyrie eleison. Christe eleison. Kyrie eleison.

Gnadenzusage
P: Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch! (1. Johannes 3,1)
Welch ein Grund, Gott zu danken und zu singen!
Gloria in Excelsis „Allein Gott in der Höh sei Ehr …“

Gebet
P: Gott, deine Kinder sein – das möchten wir gern.
Uns von deinem Geist antreiben lassen
und dir vertrauen – das wünschen wir uns.
Es gibt aber so viele andere Dinge, die uns treiben:
Sorgen, Fragen, Ängste.
Uns fehlt der Mut, bei dir zu bleiben.
Wir tun lieber, was alle tun.
Wecke uns auf, sprich uns an, gib uns deinen Geist,
damit wir werden, wie du uns gewollt hast:
Deine Kinder, Menschen deines Wohlgefallens.
G: Amen.

Schriftlesung
P: Eines Tages vor fast 2000 Jahren bekam eine christliche Gemeinden einen Brief. Damals war das ein ganz besonderes Ereignis. Und der Absender war auch ein ganz besonderer. „Petrus, Jerusalem“ stand da auf dem Umschlag. Einfach: Petrus, Jerusalem. Schon einmal war von ihm ein Brief gekommen. Heute also der zweite. Die ganze Gemeinde kam zusammengelaufen, um zu hören, was Petrus dieses Mal zu schreiben hatte. Und wir, wir stellen uns einmal vor, wir wären auch dabei. Ich bitte alle Kinder, nach vorne zu kommen. Ihr seid jetzt die Gemeinde, die den Brief bekommen hat. (Kinder kommen nach vorne.)
Eine Stelle habe ich in dem Brief gefunden, die für unsere heutige Zeit auch sehr gut passt. Hören wir doch einmal, was Petrus an die Gemeinde damals am Anfang seines Briefes geschrieben hat.
Silke Reichel: Im 1. Kapitel dieses 2. Petrus-Briefes heißt es:
Wir haben doch keine schönen Märchen erzählt, als wir euch von der Macht unseres Herrn Jesus Christus und von seinem Erscheinen berichteten. Mit unseren eigenen Augen haben wir ihn in seiner ganzen Größe und Herrlichkeit ja selbst schon gesehen. Gott, der Vater, hat ihm diese Ehre und Macht gegeben. Als Jesus mit uns auf dem Berg war, haben wir selber die Stimme des höchsten Gottes vom Himmel gehört: „Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich meine Freude habe.“
Umso fester verlassen wir uns jetzt auf das, was Gott durch seine Propheten zugesagt hat. Auch ihr tut gut daran, wenn ihr darauf hört. Denn Gottes Zusagen leuchten wie ein Licht in der Dunkelheit, bis der Tag anbricht und der aufgehende Morgenstern in eure Herzen scheint. (2. Petrus 1,16-19 aus: "Hoffnung für alle")
P: Ein Abschnitt aus einem Brief von vor fast 2000 Jahren. Und wenn wir einen solchen Brief bekommen, wollen wir natürlich gerne wissen, was der zu bedeuten hat. Also müssen wir uns auf eine Entdeckungstour machen und versuchen, das herauszufinden. Das Lied, das dazu ganz besonders gut passt, ist das Bibel-Entdeckerlied, das wir jetzt singen. Und danach werden wir jemanden begrüßen, der uns hoffentlich weiterhelfen kann.

Lied „Ich bin ein Bibelentdecker“

Erzähl- und Dialog-Predigt über 2. Petrus 1,16-19 und Matthäus 17,1-9
P: So, jetzt bin ich einmal gespannt, wie es mit unserer Entdeckungstour geht. Da kommt ja schon unser besonderer Gast. Es ist Petrus selber, den wir heute nach seinem Brief fragen können. Guten Morgen, Petrus.
Petrus: Guten Morgen, Kinder; guten Morgen, liebe Gemeinde hier in Möllbergen.
P: Sag mal, was war das denn damals? Das hörte sich ja in deinem Brief so an, als ob da irgendwelche Leute behauptet hätten, Du hättest ihnen Märchen erzählt. Das hätte gar nicht gestimmt.
Petrus: Da hast du recht. Die Leute haben behauptet, das, was ich gepredigt habe, das würde alles nicht stimmen. Ich weiß nicht, ob sie neidisch waren. Ich weiß nur eins und das habe ich der Gemeinde damals ja geschrieben: Ich war bei allem dabei, ich habe es selber erlebt.
P: Und Matthäus hat die Geschichte von der Verklärung dann aufgeschrieben. Um die geht es ja in deinem Brief.
Petrus: Richtig. Aber mir ist das mit dem Dabeisein so wichtig. Stellt euch doch einmal vor: Bei euch war doch gerade Weihnachten. Hier steht ja auch noch der Baum. Das habt ihr doch alle selber gefeiert. Erinnert euch doch einmal dran, wie das war. Was war euch den besonders wichtig? Die Kinder erzählen.
Und jetzt stellt euch vor: Ihr hättet das gar nicht selber erlebt, sondern es hätte nur einer erzählt, wie Weihnachten gefeiert wird. Was ist glaubwürdig? Das, was irgendwer erzählt, oder das, was ihr selber erlebt habt? Klar, das was ihr selber erlebt habt. Da wart ihr ja dabei! Und so ist das mit dem Glauben auch. Da zählt ganz besonders das, was Menschen erlebt haben. Nicht irgendwelche Geschichten, sondern das, was Menschen mit Gott und Jesus erlebt haben. Und ich habe diese Geschichten alle erlebt, vor allem auch die Geschichte mit der Verklärung. Aber was soll ich euch lang erzählen.
Ich nehme euch einfach mit in meine Erinnerungen und wir gehen wie damals zusammen mit Jesus auf den Berg. Zu viert waren wir unterwegs: Jesus, Jakobus und Johannes und eben ich.
Kommt doch einfach mit! Petrus geht mit den Kindern auf die Empore.
Endlich waren wir oben. Und plötzlich wurde es ganz hell (Die Strahler gehen an.) um uns herum und das Gesicht von Jesus begann zu glänzen, sogar seine Kleider glänzten. Er war Gott ganz besonders nahe. Und wir waren nicht mehr alleine dort oben: Mose war da, der das Volk Israel aus Ägypten geführt hatte; und Elia, der die Baalspriester im Wettkampf besiegt hatte. Zwei, die ganz viel mit Gott erlebt hatten.
Und plötzlich war da so eine Art Wolke und wir alle hörten diese Stimme: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören!“ Und da saß keiner hinter einem Felsen und hat uns einen Streich gespielt. Das war die Stimme von Gott. Und wir wussten in dem Moment: „Jesus: der ist wirklich ganz nah dran an Gott, der ist wirklich Gottes Sohn.“
Ja, so war das damals. Wir waren dabei. Und da soll mir einer sagen, ich hätte Märchen erzählt? Nie. Ich habe alles selber erlebt und gehört. Und Johannes und Jakobus waren auch mit und haben auch alles gehört und gesehen. Wir waren dabei.
Jetzt müssen wir natürlich wieder vom Berg runter. Im ersten Moment ist das natürlich sehr schade. Da, wo es schön ist, wo wir Tolles erlebt haben, bleiben wir natürlich gerne. Aber wer kann schon immer auf dem Gipfel eines Berges bleiben? Gehen wir also wieder runter, wieder ein Stück in die moderne Zeit hinein. Petrus geht mit den Kindern wieder von der Empore nach unten vor den Altar.
Petrus: Das wer es, was ich euch erzählen wollte. Schon damals gab es Menschen, die meinten, dass das mit dem Glauben an Jesus Christus nur Märchen waren. Aber ich, ich war dabei und habe es erlebt; so wie wir es eben nachgespielt haben. Ich war dabei – dieses Wissen kann mir keiner nehmen.
Und ihr heute im Jahr 2008, ihr seid getauft. Auch bei eurer Taufe waren ganz viele Menschen dabei, die das gesehen haben und es euch erzählen können, wenn ihr nicht schon selber groß genug gewesen seid, um euch daran zu erinnern. Vielleicht gibt es ja auch noch Fotos von eurer Taufe oder Filme?
P: Da könnt ihr also auch immer sagen: Ich war dabei. Ich habe es selber erlebt. Darauf kommt es an. Und auch später ist das für den Glauben wichtig. Ihr könnt wie Petrus mit eurem Glauben viel erleben, wenn ihr euch mit ihm beschäftigt, wenn ihr Gott in eurem Leben eine Rolle spielen lasst. Was das heißen kann, davon singen wir im nächsten Lied. Vielen Dank, Petrus, für deinen Besuch.
Petrus: Bitte sehr. Denkt immer daran: Was ihr mit Gott erlebt, das zählt.

Lied 210 „Du hast mich, Herr, zu dir gerufen“
P: Damit ihr das auch wisst: dass ihr getauft seid, dass ihr daran erinnert werdet, darum haben wir einige von euch heute ganz besonders eingeladen. Deshalb gibt es auch für euch heute ein besonderes Erinnerungsstück: eine Urkunde, auf der euer Taufspruch steht, die euch noch einmal an den Brief des Petrus erinnert und euch Mut machen will: dass ihr euren Glauben wichtig nehmt und ihn etwas erleben lasst. Seid dabei, denn ihr seid dabei, ihr seid getauft!
Verteilen der Urkunden

Glaubensbekenntnis
P: Bei eurer Taufe damals hat die Gemeinde auch das Glaubensbekenntnis gesprochen. Es ist die Antwort von uns Menschen auf Gottes Satz: Ich habe dich lieb. Diejenigen, die es schon können sprechen es für die mit, die es noch nicht können. Also lasst uns gemeinsam unseren christlichen Glauben bekennen, der uns eint über Grenzen und Zeiten hinweg:
P+G: Ich glaube an Gott, den Vater, …

Lied 66,1+2+7+8 „Jesus ist kommen“ mit Einsammeln des Diakonieopfers

Abkündigungen

Lied „Hallelu-, hallelu-, hallelu-, halleluja“

Fürbitten „Ein Kind wie alle Kinder“
P: Lasst uns beten mit Worten, wie sie Kinder in Sambia, einem Land in Afrika beten:
Lektor: Jesus, wir danken dir, dass du ein Kind warst wie alle Kinder, schwarz, braun, gelb oder weiß. Jesus, wir danke dir, dass du ein Kind warst wie wir, ein Hirtenkind, ein Arbeiterkind, ein Königskind, ein frohes Kind. Wir rufen:
G: Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich. Herr, erbarme.
Silke Reichel: Jesus, ich danke dir: dass du mit uns lebst, täglich in unserer Mitte. Du weinst mit uns. Du freust dich mit uns. Du hungerst mit uns. Du lernst mit uns. Du segnest uns. Wir rufen:
G: Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich. Herr, erbarme.
Lektor: Jesus, ich bitte dich: Hilf allen Kindern, den vielen, die Hunger haben, den vielen, die krank sind, den vielen, die behindert sind, den vielen, die auf der Flucht sind,
den vielen, die reich sind. Wir rufen:
G: Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich. Herr, erbarme.
Silke Reichel: Wir bitten dich auch für alle aus unserer Gemeinde, die heute Geburtstag haben: für A.H., P.P. und C.-D.R.. Begleite sie in ihrem neuen Lebensjahr und schenke ihnen die Freude der Kinder Gottes. Wir rufen:
G: Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich. Herr, erbarme.
P: Jesus, ich bitte dich, segne alle: die Großen und die Kleinen. Hilf ihnen, dass sie zu dir beten, dass sie an dich glauben, dass sie dich lieben, dass sie dir und allen Menschen dienen.
Mit den Worten, die du uns geschenkt hast, sprechen wir gemeinsam:
Vater unser

Segen
L: Jesus Christus spricht: Ich lebe und ihr sollt auch leben. So geht im Frieden des Herrn. Der Herr segne Dich und behüte Dich – Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig – Der Herr erhebe seine Angesicht auf Dich und schenke Dir seinen Frieden.
G: Amen, Amen, Amen.

Orgelnachspiel

Ein Kommentar zu „Tauferinnerungs-Gottesdienst am 13. Januar 2008

  1. Anonymous writes:

    Wieder mal ein rundum gelungener Gottesdienst. Schön, dass so viele Kinder gekommen sind!!! Auch PETRUS war KLASSE!!! Weiter so…….Liebe Grüße, Mungu akubarikiSilke

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