Monat: August 2025

  • Gottesdienst am 24. August 2025 im Rahmen der Sommerkirche „7 Kirchen – 7 Lieder“

    Den folgenden Gottesdienst haben wir gestern in der Möllberger Kirche zum Lied „Packt nun eure Sache und zieht hinaus“ gefeiert (Nico Szameitat (Text) und Timo Böcking (Musik)). (Die Predigt ist unten nach dem Gottesdienstablauf zu finden; LzHuE = Das Liederbuch. Lieder zwischen Himmel und Erde; #lautstärke: Liederbuch zum 37. DEKT 2019 in Dortmund)

    Glockengeläut
    Orgelvorspiel
    Votum und Begrüßung
    Lied „Die güldne Sonne“
    (LzHuE 430; EG 449,1-4+12)
    Psalm 139 (in der Übertragung von Peter Spangenberg: Höre meine Stimme. Die Psalmen, Hamburg 2023)
    Gloria Patri
    Kyrie (EG 178.9)
    L Die Welt da draußen – wunderbar geschaffen ist sie von Dir, Gott: als Ort allen Lebens. Wir rufen dich an:
    G Kyrie eleison.Kyrie eleison.Kyrie eleison.
    P Die Welt da draußen – uns ist sie von dir gegeben, Gott: als unser Zuhause. Wir rufen dich an:
    G Kyrie eleison.Kyrie eleison.Kyrie eleison.
    L Die Welt da draußen – und die Welt in uns drinnen, Gott: Beide sind Ziel deiner Liebe. Wir rufen dich an:
    G Kyrie eleison.Kyrie eleison.Kyrie eleison.
    Gnadenzusage
    P Christus spricht: Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. (Apostelgeschichte 1,8)
    Gloria in Excelsis „Gott in der Höh …“ (EG 180.2)
    Tagesgebet
    P Lasst uns zu Gott beten, der uns liebt und uns vertraut:
    Großer und doch so naher Gott,
    Du hast diese Welt erschaffen und uns berufen,
    dir in dieser Welt zu dienen
    und ihr deine Liebe zu bezeugen.
    Wir bitten dich:
    Christus, dein Wort,
    stärke uns für unseren Weg durch deine Welt,
    die heilige Geistkraft stärke uns für den Weg durch unsere Zeit.
    Dir sei Ehre – jetzt und Ewigkeit.
    G Amen.
    Chor „Vergiss es nie – Du bist du“
    Gerahmte Schriftlesung:
    ♫ Gottes Wort (EG 591) – Matthäus 28,16-20 – ♫ Halleluja
    L Die Schriftlesung steht im Evangelium nach Matthäus,
    im 28. Kapitel.
    G Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht
    L 16 Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg,
    wohin Jesus sie beschieden hatte.
    17 Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder;
    einige aber zweifelten.
    18 Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach:
    Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.
    19 Darum gehet hin und lehret alle Völker:
    Taufet sie auf den Namen
    des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
    20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.
    Und siehe,
    ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
    Halleluja. Ich will deinen Namen kundtun meinen Brüdern,
    ich will dich in der Gemeinde rühmen. Halleluja.
    Lied „Keinen Tag soll es geben“ (LzHuE 85)
    Predigt über „Packt nun eure Sachen“
    (#lautstärke 117)
    Taufliturgie
    Lied „Geh aus mein Herz“ (EG 503,1+8+14-15)
    Abkündigungen
    Fürbitten
    P Du, Gott, hast uns auf den Weg Jesu gerufen, uns manchmal so zögerliche Menschen. Hilf uns, dass wir dir treu sind und so zu Zeichen der Hoffnung in dieser oft umdunkelten Welt werden. Wir rufen dich an:
    G Herr, erbarme dich.
    L Dein Wort, Gott, hast du uns gewöhnlichen Menschen anvertraut. Dein Werk hast du in unsere Hände gegeben. Hole uns heraus aus allem, was uns gefangen hält oder an der Nachfolge hindern will. Wir rufen dich an:
    G Herr, erbarme dich.
    P Zerstreue unsere Bedenken. Überwinde unsere Bitterkeit. Führe uns über unsere eigenen Vorbehalte hinaus. Bring unser Gerede zum Schweigen und gib uns Worte, die helfen und trösten. Wir rufen dich an:
    G Herr, erbarme dich.
    L Bewahre Trostlose und Suchende vor Härte und Missachtung. Lass die Kleinen und Stummen nicht endlos leiden unter dem Einfluss der Großen und Lauten. Hilf uns, sorgsam zu werden im Umgang mit der Macht; bringe uns zum Frieden. Wir rufen dich an:
    G Herr, erbarme dich.
    P Gib uns deine Kraft und Zuversicht, damit wir in Zeiten von Unsicherheit und Sorge unser Vertrauen bewahren und zuversichtlich deinen Weg mit uns gehen und das tun, was die Not der Menschen wendet. Wir rufen dich an:
    G Herr, erbarme dich.
    L Gib uns deinen Geist. Geleite N.N., den wir heute getauft haben, seine Familie und alle, die ihn begleiten. Geleite N.N. in dein ewiges Reich, tröste alle, die voller Dankbarkeit für sein Leben Abschied nehmen müssen. Wir rufen dich an:
    G Herr, erbarme dich.
    P Du willst nicht, dass auch nur irgendwer verloren gehe. Du liebst das Leben. So sende uns als deine Botinnen und Boten, Gott, hinaus in die Welt draußen: heute, morgen und immer wieder neu.
    (nach einer Vorlage von M. Meyer, Nachdenkliche Gebete, Göttingen 1988, S. 55)
    Vater unser
    Chor „Möge die Straße“
    Segen
    Schlusslied „Packt nun eure Sachen“

    Predigt zu „Packt nun eure Sachen“

    Gnade sei mit euch und Friede von Gott dem Vater und unserem Herrn Jesus Christus. Der Heilige Geist segne unser Reden und Hören. Amen.

    Liebe Geschwister in Christus!
    „Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, das mit seiner 400 Mann starken Besatzung 5 Jahre unterwegs ist, um fremde Galaxien zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von der Erde entfernt dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.“ – ist das die Welt da draußen, die in unserem Lied gemeint ist? Es wäre zumindest ganz weit draußen!

    „Die Welt da draußen“ ist für andere vielleicht etwas, das große Angst macht und in einem großen Gegensatz zu einer sicheren und heilen Welt in einem wie auch immer gearteten „drinnen“ steht. Für wieder ist „die Welt da draußen“ vielleicht ganz naheliegend ihre Umwelt, die sich direkt vor ihrer eigenen Haustür ausbreitet.

    Nico Szameitat hat in seinem Lied „Packt nun eure Sachen und zieht hinaus“ eine Welt vor Augen hat, die von der christlichen Botschaft geprägt ist. Entstanden sind der Text und die Musik 2018 während der Vorbereitungen für den Dortmunder Kirchentag. Und es ist einer der seltenen Fälle, dass die Musik von Timo Böcking zuerst da war. Und zu diesem Lied ohne Text sind Nico Szameitat bei der Liederwerkstatt zum Kirchentag die vorliegenden Worte eingefallen. Nico ist Pfarrer in Oldenburg, nebenbei Kirchenmusiker und „Wortschöpfer“. Sein taizé-artiges „Soviel du brauchst“ ist in manchem Gottesdienst bei mir schon vorgekommen, ein paar andere Stücke von ihm auch.

    Also: „Packt nun eure Sachen und zieht hinaus“ – aus einer ersten Assoziation heraus habe ich das Lied bei Vorstellungsgottesdiensten und bei Konfirmationen verwendet – als Gemeindelied oder als solistisches Schlusslied. Denn es nimmt mit den ersten Worten die komische Vorstellung auf, dass Konfirmandinnen und Konfirmanden mit der Konfirmation „aus der Kirche heraus konfirmiert werden“. Packt nun eure Sachen – und dann wirklich auf Nimmerwiedersehen? Nein, das nun gerade nicht! Mit der Konfirmation wird niemand aus der Kirche hinauskonfirmiert, wie es der alte Witz mit den Fledermäusen im Turm nahelegt, die der Pastor konfirmiert und so sein Problem löst.

    Die Konfirmation ist die Bestätigung dessen, was der ganzen christlichen Kirche als Zuspruch und Aufgabe gegeben ist: Was Jesus seinen Jüngern aufgetragen und zugesagt hat; das, was wir eben in der Schriftlesung mit dem Tauf- und Missionsbefehl schon gehört haben. Auch das Lied trägt mit modernen Worten diesen Auftrag in sich.

    Singen wir zunächst den Refrain; damit wir gut hineinkommen, wird er zuerst einmal vorgesungen, danach singen wir ihn drei Mal:
    Packt nun eure Sachen und zieht hinaus! Denn die Welt da draußen ist euer Haus. Geht zu allen Menschen und sagt laut, dass Gott uns liebt und uns vertraut.

    Nachdem Jesus im Missionsbefehl also die Jünger aufgefordert hatte, hinaus in die Welt zu gehen, besteht der inhaltliche Auftrag an die Jünger Jesu aus zwei Teilen. Der erste lautet: „Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Das tun wir immer wieder und auch heute! Der zweite inhaltliche Auftrag lautet: „Und lehret sie halten, lehret sie bewahren alles, was ich euch befohlen habe“. Was diese Lehre ausmacht, umschreibt Nico Szameitat im Refrain mit dem, was das Leben Jesu, seine Verkündigung und die Botschaft in ihrem Innersten ausmacht: Es ist das Evangelium, die frohe Botschaft, dass Gott uns liebt und uns vertraut.

    Immer wieder seit diesem letzten Moment im Matthäusevangelium haben Menschen, die sich auf die Verse bezogen haben und ihnen gefolgt sind, erkunden müssen, was denn diese „Welt da draußen“ wohl ist. Zum ersten Mal waren es die Jünger, als sie an Pfingsten das verschlossene Haus verlassen haben, um mit der Kraft des Heiligen Geistes in den Sprachen der Zuhörenden die Liebe Gottes zu den Menschen zu verkündigen – hinein in die neue Welt derer, die nicht mit Jesus unterwegs gewesen waren.

    Auch später haben sich den Jesus-Leuten immer wieder neue Welten aufgetan, in die hinaus sie sich geschickt sahen: als der noch junge Jesusglaube die Grenzen der kultischen Reinheit des Judentums übersprang und Menschen aus den Heidenvölkern von Petrus und Paulus in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen wurden; als wieder später die lokalen Grenzen von Jerusalem und Judäa und Kleinasien überschritten wurden und das Christentum den Sprung von Asien nach Europa tat; als im Rahmen das Glaubens die Grenzen der damaligen gesellschaftlichen Ordnung aufgegeben wurden und Männer und Frauen, Sklaven und Freie, Juden und Griechen in der Gemeinschaft der Kirche zusammenfanden; als das Gleichnis vom großen Gastmahl Wirklichkeit wurde: Auch die an den Hecken und Zäunen waren willkommen und werden es immer sein. So ist die ganze Welt unser Haus, unser Zuhause – Christinnen und Christen sind Kosmopoliten. Sie brauchen keine Wagenburg, sie igeln sich nicht ein.

    Geht und verkündet – geht hinaus und sagt laut: Was das heißt, wozu wir im Missionsbefehl und folgerichtig auch im Refrain unseres Liedes aufgefordert werden, entfaltet sich in den drei Strophen.
    In der ersten Strophe klingt der Weg Jesu an, der mit seinen Freunden durch die Felder unterwegs war – und sich bei Ährenraufen am Sabbat Ärger eingehandelt hat. Schon da hat Jesus Grenzen übersprungen und einer buchstäblichen Auslegung des Sabbat-Gebotes widersprochen: „Der Sabbat ist für den Menschen da und nicht der Mensch für den Sabbat!“ Und wo die Liebe Gottes zu den Menschen verkündet wird, breitet sich ein Strahlen und Leuchten aus, das die Welt heller macht und glänzen lässt – nicht so wie auf heutigen Campingplätzen, auf denen es vor lauter Minifotovoltaik-Lichtern kaum noch dunkel wird, sondern so, dass die Nächte im übertragenen Sinn hell werden und das Leben der Menschen einen milden Glanz bekommt. Wie es für Jesus unverzichtbar war, sollen auch wir die Menschen am Rand der Gesellschaft nicht vernachlässigen, sondern sie in unsere Herzen und in unsere Mitte holen; wir sollen trösten, indem wir Menschen beistehen, die weinen; wir sollen einander ermutigen und nichts kann das besser als ein Lachen.

    Wir singen den Refrain und die erste Strophe:
    Packt nun eure Sachen und zieht hinaus! Denn die Welt da draußen ist euer Haus. Geht zu allen Menschen und sagt laut, dass Gott uns liebt und uns vertraut.
    Lauft durch Felder und springt über Grenzen, erhellt Nächte, lasst die Welt glänzen. Leiht Ohren und Herzen den Schwachen, trocknet Tränen, schenkt euch ein Lachen. Das Wort stärke euch für den Weg. Der Geist stärke euch in der Zeit.

    Gottes Liebe fördert das Leben: Er macht Mut, Dinge anzugehen, Neues zu entdecken und aus dem auf- und auszubrechen, was Menschen gefangen nimmt. Und Christinnen und Christen sollen diese positive und geradezu luftige Leichtigkeit mit ihren Worten unter die Menschen bringen. Nicht eine bestimmte koffeinhaltige Limonade verleiht Flügel, sondern die Worte von Gottes befreiender Botschaft.

    Das Lied blendet die Schwierigkeiten im Miteinander aber nicht aus: Böse, widergöttlichen Kräfte sind Realität und sie sollen nicht gewinnen. Eine Haudrauf-und-Schluss-Mentalität ist aber nicht im Sinn Gottes. Es ist vielleicht die größte Herausforderung im christlichen Leben, dass wir das Böse nicht mit Bösem, also mit Gewalt, bekämpfen sollen, sondern mit der Sanftmut derer, denen Jesus in den Seligpreisungen den Besitz des Erdreiches verheißen hat.
    So entsteht neues Leben: Wenn Menschen in den Namen Jesu hinein getauft werden – natürlich mit Wasser, das geschöpft über dem Täufling ausgegossen wird. Denn, so schreibt der Apostel Paulus, ist jemand getauft, ist der Mensch wie neugeboren: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. Der Neuschöpfung in der Taufe entspricht die Stärkung im gemeinsamen Essen: Brot – das Lebensmittel schlechthin – steht ebenso wie der nicht erwähnte Wein für die Gemeinschaft mit Christus, die uns auf unserem Weg vergewissert und stärkt.

    Wir singen den Refrain und die zweite Strophe:
    Packt nun eure Sachen und zieht hinaus! Denn die Welt da draußen ist euer Haus. Geht zu allen Menschen und sagt laut, dass Gott uns liebt und uns vertraut.
    Habt ihr Zweifel, verzweifelt dann nicht, seid ihr ängstlich, fürchtet euch nicht. Gott vertraut euch: Es wird euch gelingen. Gottes Segen soll durch euch klingen. Das Wort stärke euch für den Weg. Der Geist stärke euch in der Zeit.

    ‚Glauben wollen‘ ist das eine, ‚glauben können‘ ist das andere. Denn immer wieder machen Christinnen und Christen die Erfahrung, dass eine einmal vorhandene Sicherheit nicht durchträgt und Zweifel aufkommen. Auch diese Seite des Christseins blendet das Lied nicht aus: Es macht einen nicht zu einem schlechteren Christen oder gar zu einem Nichtchristen, wenn die einmal erfahrene Glaubenssicherheit abhanden kommt. Zweifel gehören zum Glauben immer mit dazu, das ist aber kein Grund zum Verzweifeln. Und auch wenn es bedrohliche Situationen im Leben gibt: Den Ernst der Lage wahrzunehmen und zu respektieren, ist ganz wichtig; aber auch dann braucht uns dieses Gefühl nicht gefangen zu nehmen, sodass wir vor Furcht erstarren.

    Gott traut uns zu, dass wir auch durch solche Schwierigkeiten hindurch kommen, dass das Leben gelingen wird! Ja, dass sogar genau in diesen Situationen, in aller unserer Schwachheit etwas von Gottes Stärke durch uns hindurchklingen und hindurchscheinen wird. Denn die Macht Jesu ist gerade dann stark und mächtig, wenn Menschen schwach sind. Was für ein Vertrauen, das er in uns setzt – in uns Menschen mit allen unseren Unzulänglichkeiten, die uns ja auszeichnen.

    Die Strophen sind voll von Aufforderungen, manche mögen sich gar von einer Fülle von Befehlen überrannt sehen. Aber ist das wirklich so? Will Jesus uns überfordern? Will unser Lied uns in ein Hamsterrad mit christlichem Aktivismus einsperren, bei dem es immer auf geistlichen Burnout hinauslaufen wird? Das ist bestimmt nicht so. Im Taufbefehl steht an der letzten Stelle keine Aufforderung, sondern da die wunderbar große Zusage Jesu „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende!“ Die Überschrift in den Bibelausgaben lasst das leider unter den Tisch fallen. Am Ende steht die Befähigung zu den Aufgaben durch Jesus Christus selbst.

    Und genau so ist das auch in unserem Lied, auch da steht am Ende jeder Strophe Segen: Das Wort, also Jesus selbst stärkt uns für den Weg, sein Heiliger Geist wirkt in uns und gibt uns in unserer Zeit die Kraft. Wir müssen das, was unseren Auftrag ausmacht, nicht aus eigener Kraft schaffen, wir könnten das auch gar nicht. Aber die Kraft dazu wird uns gegeben wird: in der Taufe der Heilige Geist, mit dem Wort Jesu immer neue Kraft. Und dann geht es daran, unsere Sachen zu packen, rauszugehen und den Menschen von Gottes Liebe zu erzählen: manchmal durch Worte, manchmal durch konkrete Taten, manchmal einfach nur durch die Art, wie wir leben, weil dann Gottes Liebe durch uns hindurch scheint. Lasst es klingen und leuchten!

    Wir singen den Refrain, die 3. Strophe und den Schlussrefrain:
    Packt nun eure Sachen und zieht hinaus! Denn die Welt da draußen ist euer Haus. Geht zu allen Menschen und sagt laut, dass Gott uns liebt und uns vertraut.
    Findet Worte, die Menschen beflügeln, helft mit Sanftmut, Böses zu zügeln. Schöpft das Wasser und schenkt neues Leben, esst gemeinsam, was euch gegeben. Das Wort stärke euch für den Weg. Der Geist stärke euch in der Zeit.

  • Gottesdienst im Rahmen der Sommerkirche „7 Kirchen – 7 Lieder“

    Den folgenden Gottesdienst haben wir heute in der Lohfelder Kirche zum Lied „My Lighthouse“ von ‚Rend Collective‘ gefeiert. (Die Predigt ist unten nach dem Gottesdienstablauf zu finden.)

    Glockengeläut und Musik zum Eingang
    Votum und Begrüßung
    Lied „Du höchstes Licht, du ewger Schein“
    (EG 441,1-5 mit Mel. EG 440)
    Psalm 27 (in der Übertragung von Reiner Knieling (in: Kraftworte, Wetzlar (Adeo-Verlag), 3. Aufl. 2024, S. 53-54))
    Chor „Lasst uns loben unser Gott und Vater“
    Kyrie (EG 178.9)
    L: In meinem Ringen, in meinen Zweifeln, bei meinen Fehlern wirst du, Gott, dich nicht abwenden. Dich rufen wir an:
    G: Kyrie eleison. Kyrie eleison. Kyrie eleison.
    L: In der Stille wirst du nicht loslassen; in meinen Fragen wird deine Wahrheit mich tragen, Gott. Dich rufen wir an:
    G: Kyrie eleison. Kyrie eleison. Kyrie eleison.
    L: Ich werde nicht fürchten, was morgen sein wird; an jedem Morgen werde ich aufstehen und singen. Dich, Gott, rufen wir an:
    G: Kyrie eleison. Kyrie eleison. Kyrie eleison.
    Gnadenzusage
    P: Jesus Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben. Johannes 8,12
    Gloria in Excelsis „Gott in der Höh“ (EG 180.2)
    Tagesgebet
    P: Lasst uns beten zu Jesus Christus, der uns mit seinem Licht den Weg des Lebens zeigt:
    Jesus Christus,
    dein Licht gibt einen hellen Schein in die oft so dunkle Welt.
    dein Licht gibt uns für unser Leben Richtung und Ziel.
    Wir bitten dich:
    Sei du unser Leuchtturm
    dass wir Halt und Trost und Orientierung finden,
    dass wir dem Leben gerecht werden als Kinder des Lichtes
    durch die Kraft deines Heiligen Geist.
    G: Amen.
    Chor „Zeichen“ (aus: Hoffnungsland“)
    Schriftlesung (Matthäus 5,13-18) und Halleluja (Psalm 115,1) mit „Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht“ (EG 591)
    L: Die Schriftlesung steht im Evangelium nach Matthäus,
    im 5. Kapitel.
    G: Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht …
    L: Jesus Christus spricht im Rahmen der Bergpredigt:
    13 Ihr seid das Salz der Erde.
    Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen?
    Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet
    und lässt es von den Leuten zertreten.
    14 Ihr seid das Licht der Welt.
    Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.
    15 Man zündet auch nicht ein Licht an
    und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter;
    so leuchtet es allen, die im Hause sind.
    16 So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten,
    damit sie eure guten Werke sehen
    und euren Vater im Himmel preisen.
    Halleluja. Nicht uns, HERR, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre
    um deiner Gnade und Treue willen! Halleluja.
    G: Halleluja. Halleluja. Halleluja. Halleluja.
    Lied „Strahlen brechen viele“ (EG 268)
    Predigt über „My Lighthouse“ (siehe unten)
    Lied „My Lighthouse“
    (FJbest of 185)
    Glaubensbekenntnis
    Lied „Sonne der Gerechtigkeit“
    (EG 262,1-5)
    Abkündigungen
    Fürbitten
    P: Vor dir, Gott, kann die Finsternis nicht bestehen. Du überwindest das Dunkel, aus dem Angst und Hartherzigkeit und zögerliche Schritte kommen. Erhelle unsere umdunkelte Welt mit deiner Botschaft und mache auch uns zu einem Licht für die Menschen. Lass dein Licht leuchten, wir rufen:
    G: Herr, erbarme dich.
    L: Hilf uns, sorgsam zu denken, vertrauensvoll zu reden und in Liebe handeln: in deinem Geist, dass sich Wärme in unserem Miteinander ausbreite und das Leben wachsen kann. Lass dein Licht leuchten, wir rufen:
    G: Herr, erbarme dich.
    P: Hilf uns dienen, ohne aufdringlich zu werden. Hilf uns heilen und zurechtbringen, ohne zu demütigen. Hilf uns, Freude zu machen, ohne das Leid zu übersehen oder zu verdrängen. Lass dein Licht leuchten, wir rufen:
    G: Herr, erbarme dich.
    L: Gib Einsicht und Weitblick allen Regierenden. Hilf den Opfern dieser Welt zu Gerechtigkeit und vergib den Schuldigen. Schaffe Versöhnung und hilf zum Frieden. Lass dein Licht leuchten, wir rufen:
    G: Herr, erbarme dich.
    P: Stärke die Schwachgewordenen und Mutlosen. Wecke Zuversicht bei den Verzagten und bringe denen Hoffnung, die an ein Ende kamen. Lass dein Licht leuchten, wir rufen:
    G: Herr, erbarme dich.
    L: Wir beten voller Dankbarkeit für N.N. und N.N., die Du zu Dir gerufen hast. Lass ihnen dein ewiges Licht leuchten und gib allen, die um sie trauern Kraft und Zuversicht, Deinen Trost und Dein Licht des Lebens. Lass dein Licht leuchten, wir rufen:
    G: Herr, erbarme dich.
    P: Dein Friede, Gott, durchdringe uns. Dein Licht erleuchte unser Leben. Deine Botschaft schreibe in unser Herz. Und wenn du willst, dann sende auch uns zu den Menschen unserer Tage in der Kraft des Geistes deines Sohnes Jesus Christus, unseres Bruders und Herrn. Mit seinen Worten sprechen wir: (nach einer Vorlage von M. Meyer, Nachdenkliche Gebete, Göttingen 1988, S. 101)
    Vater unser
    Chor „Der Vater im Himmel segne dich“
    Segen
    Musik zum Ausgang

    Predigt zu „My Lighthouse“

    Gnade sei mit euch und Friede von Gott dem Vater und unserem Herrn Jesus Christus. Der Heilige Geist segne unser Reden und Hören. Amen.

    Liebe Geschwister in Christus!

    Leuchttürme – sie sind markant und auffällig, sie sind mal weiß wie der in Hirtshals und mal rot, mal rot-weiß gestreift wie der in Falshöft oder wie der in Westerheversand oder schwarz-weiß gestreift wie der in Kampen auf Sylt, selten rot-gelb gestreift wie der in Pilsum in Ostfriesland oder grüß-weiß wie der in Friedrichsort bei Kiel; viele stehen an Land; mache stehen aber auch mitten im Wasser wie der Leuchtturm Kalkgrund an der Einfahrt zur Flensburger Förde, den Ihr auf der Vorderseite des Programms sehen könnt.

    Sie sind aber vor allem eines: Leuchttürme sind Sehnsuchtsorte! Warum sonst haben sie fast über Jahrhunderte hinweg Maler und Fotografinnen inspiriert; warum sonst gibt unzählige Zusammenstellungen auf Postern, Kalendern und digitalen Diashows. Leuchttürme sind Wahrzeichen für Urlaubserinnerungen an Ost- oder Nordsee oder für Hochzeiten, denn es gibt in ihnen unzählige Standesämter.

    Erstaunlich ist, dass auf allen diesen Bildern von Leuchttürmen schönes Wetter ist: zu 99 Prozent scheint die Sonne, höchstens ein paar Schäfchenwolken ziehen am sonst blauen Himmel vorüber. Sehnsüchte der ganz anderen Art können wir wahrnehmen, wenn wir bedenken, für welche Situationen Leuchttürme eigentlich gedacht sind: Sie werden gebraucht, wenn es dunkel oder stürmisch oder beides gleichzeitig ist. Heute – in der Zeit von GPS, Radar und Echolot – ist das im ersten Moment vielleicht nicht mehr so einleuchtend; aber bis vor nicht allzu langer Zeit war an ein Navigieren – also das Steuern eines Schiffes bei Nacht oder Sturm um Untiefen herum vor allem in Küstennähe – ohne Leuchttürme und Leuchtbojen nicht zu denken. Die Menschen draußen auf dem Meer mussten und müssen wissen, wo sie sind und wohin sie sich bewegen. Sonst sind sie verloren, wenn das Schiff auf Grund läuft und von den Wellen zerschlagen wird. Leuchttürme sind wichtig, weil es um Leben und Tod geht.

    Um die Gefahr, das Leben zu verlieren, und damit um die Sehnsucht nach Leben geht es auch in unserem Lied „My Lighthouse“, das 2013 veröffentlicht worden ist und das eine Gruppe geschrieben hat, die aus der Jugendarbeit einer nordirischen Kirchengemeinde hervorgegangen ist. Die Gruppe heißt „Rend Collective“, kommt aus Bangor, einer Stadt rund 20 Kilometer östlich der Hauptstadt Belfast am Südufer der Bucht von Belfast, also direkt an der Küste der Irischen See.

    Für die Gruppe war wohl klar: Jesus Christus ist das Licht der Welt, er gibt Orientierung, damit das Leben in einer Welt gelingt, die oft genug im Dunkeln und im Chaos zu versinken droht. Und was läge näher, als diesen Jesus Christus, dieses ‚Licht der Welt‘ mit einem Leuchtturm zu vergleichen, der im Chaos des Sturmes oder der Finsternis der Nacht Orientierung bietet und die um ihr Leben fürchtende Schiffsbesatzung sicher ans Land, an das rettende Ufer bringt?!

    Wir singen auf Deutsch den Refrain:
    Mein Leuchtturm, mein Leuchtturm. Du strahlst durch das Dunkel, und ich folge dir. Mein Leuchtturm, mein Leuchtturm.
    Ich glaub dem Versprechen: Du bringst mich ans Land, bis ans Land, bis ans Land, bis ans Land, bis ans Land.

    Da steht er also nun – unser Leuchtturm. In unserem Lied geht es vor allem um die persönliche Situation der Singenden, in besonderer Weise um das immer wieder gefährdete Verhältnis der Singenden zu Gott: Da ist in der ersten Strophe vom Wrestling, also dem Ringen, und den Zweifeln und den Fehlern die Rede, die ich mache; und von der überraschenden Erfahrung, dass Gott meinen Fehlern nicht ausweicht und nicht vor ihnen davon läuft.

    Es ist eine Grunderfahrung des geistlichen Lebens, dass wir den Glauben nie wirklich sicher haben können, so sehr wir das denken und wünschen mögen. Es ist vielleicht der entscheidende Grund, warum ich eine eigene Übersetzung gemacht habe. In der veröffentlichten Übersetzung beginnt der deutsche Text: „Wenn ich zweifle“, das hört sich immer so wie die Ausnahme an: „Eigentlich bin ich stark im Glauben, nur ganz manchmal, da gibt es auch mal Ringen und Zweifel …“ Aber das stimmt nicht, wenn wir ehrlich sind. Wir leben immer auf dem Kipppunkt von ‚glauben wollen‘ und ‚nicht glauben können‘. Wie oft gelingt Glauben, aber wie oft gelingt Glauben auch nicht!

    Und Gott weicht dem nicht aus; Gott lässt uns nicht links liegen, er bleibt nicht nur an uns dran, sondern es ist vielmehr seine so übergroße Liebe, die uns durch diesen ganzen Schlamassel hindurch trägt. Nicht wir bleiben an Gott dran, er bleibt an uns dran und lässt uns – mitten in der rauhen See mit ihren bedrohlichen Wellen Ruhe und inneren Frieden finden. Wir singen wieder auf Deutsch die 1. Strophe und schließen den Refrain mit an:

    In den Zweifeln, in meinem Kampf, meinen Fehlern weichst du nicht aus. Deine Liebe trägt mich durch. Du bist die Ruh meiner rauen See, du bist die Ruh meiner rauen See.
    Mein Leuchtturm, mein Leuchtturm. Du strahlst durch das Dunkel, und ich folge dir. Mein Leuchtturm, mein Leuchtturm.

    Ich glaub dem Versprechen: Du bringst mich ans Land, bis ans Land, bis ans Land, bis ans Land, bis ans Land.

    Neben dem Ringen und Zweifeln gibt es auch noch eine andere Erfahrung: die Stille, also das Schweigen, wenn wir von Gott keine Rückmeldung bekommen. Für viele von uns ist es ja schon fast unerträglich, wenn auf die letzte Whatsapp-Nachricht, die letzte Mail nicht sofort Antwort kommt, wenn der versprochene Rückruf ausbleibt. Und wenn wir von Gott keine Rückmeldung bekommen? Oft ist es aber auch anders herum: Dass wir auf Gottes Anfragen nicht antworten! Unser Lied ist sich sicher: Auch dann – in beiden Fällen ist die Verbindung von Gottes Seite nicht gekappt; er lässt nicht los.

    Wir brauchen auch keine Angst zu haben, dass unsere Fragen, Gott etwas anhaben oder ihn gar beleidigen könnten. Gottes Wort, seine Wahrheit wie es im englischen Text heißt, ist groß genug, um unsere Fragen zuzulassen, um uns Antworten zu geben, die nicht fundamentalistisch in Stein gemeißelt sind, sondern uns in die Freiheit der Kinder Gottes führen. Die modernen Leuchttürme sind dafür ein gutes Bild: Wenn wir uns mit unseren Fragen nach Gott dem Leuchtturm nähern, zeigt der sich jeweils, wie es die Situation erfordert. Und das heißt: Komme ich aus dieser Richtung, zeigt sich der Leuchtturm mit seinem weißen Licht; komme ich aus einer anderen Richtung mit seinem grünen Licht und, wenn ich aus noch einer anderen Richtung komme, mit seinem roten Licht. Es ist der eine Leuchtturm, aber er zeigt sich mir, wie ich es gerade brauche, wie es gut für mich ist. Wir singen wieder auf Deutsch die 2. Strophe und schließen den Refrain mit an:

    In der Stille lässt du nicht los, meine Fragen hält dein Wort aus. Deine Liebe trägt mich durch. Du bist die Ruh meiner rauen See, du bist die Ruh meiner rauen See.
    Mein Leuchtturm, mein Leuchtturm. Du strahlst durch das Dunkel, und ich folge dir. Mein Leuchtturm, mein Leuchtturm. Ich glaub dem Versprechen: Du bringst mich ans Land, bis ans Land, bis ans Land, bis ans Land, bis ans Land.

    Wie so oft stehen im Verhältnis zu Gott Zweifel und Ringen ganz unvermittelt neben der glaubenden Gewissheit, die sich anderen mitteilen möchte. In unserem Lied wechselt in der dritten Strophe die Blick- und die Sprechrichtung: Aus dem Zwiegespräch mit Gott wird ein Bekenntnis, das anderen davon erzählt, was in den ersten beiden Strophen an Glaubensgewissheit gewachsen ist: Weil Gott trotz alles Ringens und trotz aller Zweifeln, trotz aller Stille und Fragen sich als der gegenwärtige Helfer erweist, braucht es keine Angst vor der Zukunft. Nach dem Sturm und der Finsternis der Nacht stehe ich auf und singe: Die Liebe meines Gottes trägt durch Sturm und Nacht.

    Wer schon einmal eine Nacht in Küstennähe oder auf dem Meer verbracht hat, weiß, wie faszinierend es ist, die unterschiedlichen Lichter am Horizont zu verfolgen. Wichtig ist für das Navigieren, dass man das richtige Licht, also den richtigen Leuchtturm findet. Dafür hat jeder Leuchtturm eine Kennung, wie das Licht leuchtet: Kalkgrund wechselt gleichmäßig zwischen an und aus; in der Karte steht dafür „ISO“; Kaegnaes rechts daneben hat alle 5 Sekunden ein Blinklicht, in der Karte steht dafür „Oc 5s; bei beiden gibt es weiße, rote und grüne Sektoren.

    Im Glauben gilt es auch den einen richtigen Leuchtturm, also Jesus Christus zu finden. In unserem Lied hat der Leuchtturm Jesus Christus eine ganz einfache Kennung: Er ist das hellste Feuer, das hellste Licht am Horizont. Da ist dann kein Irrtum möglich, auch wenn Strandräuber immer wieder versuchen, mit Irrlichtern gutgläubige Schiffe zu irritieren und vom Kurs abzubringen. Wir singen wieder auf Deutsch die 3. Strophe und die anschließende Bridge:

    Ich fürcht‘ nicht, was die Zukunft bringt, jeden Morgen steh ich und sing: Gottes Liebe trägt mich durch. Du bist die Ruh meiner rauen See, du bist die Ruh meiner rauen See. Mein Leuchtturm, mein Leuchtturm. …
    Licht von vorne, du – das hellste, ja, du führst uns durch den Sturm.
    Licht von vorne, du – das hellste, und du führst uns durch den Sturm.

    Der Leuchtturm führt uns also durch die Nacht und den Sturm und die Schiffe folgen dem Leuchtturm. Sie fahren aber nicht einfach nur auf ihn zu. In seinem Licht unterwegs sein heißt: immer mit ihm als Orientierungshilfe fahren, aber eben auch in ganz andere Richtungen.

    Jesus Christus, unser christlicher Leuchtturm, sagt zu und von seiner Jüngern: „Ihr seid das Salz der Erde und das Licht der Welt!“ Wir als Christinnen und Christen haben also eine Aufgabe: Je an unserem Ort selber – mit der Hilfe von Jesus Christus – ein Leuchter zu sein, durch den es im Haus und im Leben hell wird; ja, wir sollen nach dem Willen Jesu und in seinem Auftrag ein kleiner Leuchtturm sein.

    Deshalb habe ich als Evangelium keine Sturmstillungsgeschichte ausgesucht, wie mache es vielleicht erwartet haben. Wir sind durch unsere Taufe berufen, Licht der Welt zu sein; wir sind berufen, jeden Morgen aufzustehen und wie in der 3. Strophe von unserem Vertrauen und unserer Treue zu dem einen, großen Leuchtturm zu singen: Jesus Christus, das eine, das große Licht der Welt, der jeden Tag dafür sorgt, dass wir trotz unseres Ringens und Zweifelns, trotz der Leere und der Fragen in uns den richtigen Weg an allen Untiefen des Lebens vorbei finden! Amen.
    Wir singen das ganze Lied – jetzt auf Englisch!

    Originalvideo: