• Video-Gottesdienst am Sonntag Misericordias Domini – 18. April 2021

    Am Sonntag Misericordias Domini (= Barmherzigkeit des Herrn), 11.4.2021, hat der Video-Gottesdienst für die Region Porta-Süd aus der Kirche in Holtrup um 10.00 Uhr Premiere: bei Youtube auf https://youtu.be/gP8oofto1xE

    Dieses Mal durfte ich wieder den Gottesdienst gestalten – zusammen mit Ute Baumann als Lektorin und mit Jonathan Dräger, der für die Musik sorgt. Alles ginge nicht ohne die Aufnahmen von Lucas Schierbaum. Euch allen herzlichen Dank! Und bei den Liedern klingt irgendwie ganz viel Dortmunder Kirchentag nach. Das zeigt, wie eng die Barmherzigkeit Gottes und unser Vertrauen in ihn zusammen hängen.

    Zur Kollekte:

    An diesem und am nächsten Sonntag wäre in unserer Gemeinde Konfirmation gewesen. Die Konfirmationskollekte wird traditionell für die Jugendarbeit in Westfalen gesammelt, was uns im Kirchenkreis dann beim KonfiCamp und vielen anderen Aktionen und Veranstaltungen des Jugendreferates in Form von Zuschüssen wieder zugute kommt.

    Deshalb ist in unserer Gemeinde die Kollekte am 18. und 25. April für die Jugendarbeit in Westfalen bestimmt. Nutzen Sie für die Gabe der Kollekte an beiden Sonntagen die Onlinemöglichkeit unter https://www.kollekte-online.de/

  • Video-Gottesdienst am Sonntag Quasimodogeniti am 11. April 2021

    Das Video mit dem Gottesdienst aus der Kirche in Holzhausen am Sonntag Quasimodogeniti, 11.4.2021, hat um 10.00 Uhr Premiere.

    Für Ihre Kollekte Für die von Cansteinsche Bibelanstalt in Westfalen klicken Sie bitte hier: 
    https://www.kollekte-online.de/ 

  • Predigt beim Zoom-Gottesdienst in der Osternacht 2021

    Ihr Lieben! Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja!

    Ja. Aber Auferstehen ohne Aufstehen geht nicht. Und morgens tun sich manche damit ja unendlich schwer. Das Bett ist noch so gemütlich, der Weg zum Bad ist so kalt. Manchmal hilft es dann, wenn der neue Tag etwas ganz Schönes oder Spannendes zu bringen verspricht; wenn aber der Tag Unangenehmes erwarten lässt, möchte man am liebsten liegen bleiben. Andere können das sehr gut und auch nach einer ziemlich kurzen Nacht ohne große Anstrengung – sogar ohne Wecker. Wie mit einem Fingerschnippen sind sie wach und der Tag kann beginnen.

    Aufstehen: Was für den Morgen gilt, ist auch im mehr oder weniger übertragenen Sinn mitten am Tag und überhaupt im Leben immer wieder wichtig: aufstehen und anfangen: eine neue Aufgabe, einen neuen Auftrag. Das gilt auch sehr grundsätzlich, wenn sich das Leben verändert und neu ordnet – ob zu unseren Gunsten oder zu unseren Ungunsten ist dabei unwichtig. Ganz hautnah haben wir das im Lauf der letzten Monate erfahren, seit das Covid19- Virus auch bei uns in Mitteleuropa angekommen ist. Sich der neuen Situation stellen, aufstehen und gemeinsam das tun, was nötig ist, damit alle diese Krise so gut wie nur irgend möglich überstehen.

    Nun ist Aufstehen nicht schon in sich das Gleiche wie Auferstehen. Unser Bemühen, morgens aus den berühmten Federn zu kommen, hat nur sehr, sehr entfernt etwas mit der Auferstehung Jesu gemeinsam. Aber wenn Auferstehen bedeutet, dass da neues Leben geweckt wird, wo vorher der Tod regiert hat – wie das bei Jesus von Karfreitag her in der Osternacht geschehen ist, dann kommen Aufstehen und Auferstehen eben doch ganz nah zusammen. Auferstehen ohne Aufstehen geht eben nicht.

    Und für solches Aufstehen aus Verzweiflung, Not und Tod durch neu gewecktes Leben – für dieses Aufstehen sorgt in der Bibel immer wieder einmal ein Engel. Ich denke an Elia, dem der Engel Speise gibt für den Weg bis zum Horeb; ich denke an Mose, dem zuerst der Engel Gottes im Dornbusch begegnet, damit das Volk Gottes aus der Sklaverei in Ägypten in das Land der Freiheit geführt werden kann. Ich denke an den Engel bei Maria, der die junge Frau eine so große Aufgabe annehmen lässt, und an den Engel bei den Hirten, der sie im Dunkel der Nacht mit der Geburt des Jesus-Kindes den Aufbruch in eine neue Zeit gehen lässt. Ich denke schließlich an Josef, dem der Engel Gottes die Flucht nach Ägypten befiehlt, damit das Kind Jesus bewahrt bleibt. Immer wieder sind die Boten Gottes unterwegs und rufen zum Aufstehen.

    Und es ist auch das eine leise Motiv, das diese Osternacht durchzieht: die Erinnerung daran, dass auch am Ostermorgen ein Engel unterwegs ist. Denn auch an Ostern ist es zuerst nicht Jesus selbst, der die Botschaft der Auferstehung den traurigen Frauen am Grab und dann den anderen Jüngern verkündigt. Nach Matthäus ist der Engel unterwegs, um die Botschaft vom Leben zu offenbaren; die Botschaft, die dann auch die Frauen und die Jünger aufstehen und sie – nach der Gabe des Heiligen Geistes – losgehen und diese Lebensbotschaft weiter geben lässt.

    Auferstehen bedeutet, dass neues Leben geweckt wird, wo vorher der Tod regiert hat. Für uns Christen ist das die geglaubte Realität: Die Kraft zum Aufstehen, von dort, wo der Tod zu regieren scheint, kommt aus dem einen Aufstehen gegen den Tod, aus der Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Diese Kraft wird von den Engeln, den Boten Gottes weiter gegeben und das müssen keine Jünglinge in weißen Gewändern und keine Männer mit Flügeln sein. Boten Gottes, das sind auch wir, die wir die Botschaft der Auferstehung Jesu vom Aufstehen aus dem Tod hören und bezeugen.

    Denn: Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja. Amen.

  • Predigt beim Zoom-Gottesdienst am Gründonnerstag 2021

    Da sitzen sie also und haben ihren Platz am Tisch und bei dem Mahl, zu dem Jesus sie eingeladen hat: die Jünger – mindestens die Zwölf, aber auch noch andere: Männer und Frauen, die mit Jesus diesen Abend begehen wollen.

    Und da sitzen wir – heute digital verbunden mit Kamera und Mikrofon, aber eben doch nicht alleine: Frauen und Männer, die sich haben von Jesus einladen lassen. Auch wir sind – die wir von einem Brote essen, aus einem Kelche trinken – Jesu Glieder, Schwestern und Brüder.

    Und vielleicht hat der Moment, an dem der Bericht eben mit der Ankündigung des Verrats vorläufig endete, uns ungläubig in den Abgrund menschlicher Existenz blicken und erschauern lassen. „O Judas, wie konntest Du nur?“ So ganz nebenbei wird uns in diesem Moment vielleicht bewusst, dass auch wir mit unseren je eigenen Abgründen am Tisch sitzen: mit dem, was mich trennt von den anderen; mit dem, was ich an mir selbst nicht verstehe. Aber das sind wir nicht nur. Wir sind in uns selbst so viele und ich stelle mir vor, dass es die Gesamtheit der Jünger in uns ist, die da mit am Tisch sitz.

    Da ist der Petrus in mir: der so euphorisch und geradeheraus ist, dass er immer wieder auch scheitert.
    Da ist der Philippus in mir: der später als Diakon der Urgemeinde dafür sorgt, dass alle versorgt sind.
    Da ist der Levi-Matthäus in mir: der frühere Zolleinnehmer, der kühl berechnet und kalkuliert.
    Da ist der Jakobus, Sohn des Alphäus, in mir: der ganz Unscheinbare, der aber unbedingt dazu gehört, ohne den ein wichtiges Stück fehlen würde.
    Da ist der Johannes in mir, von dem gesagt wird, dass er an der Brust des Herrn gelegen habe, mit seiner Sehnsucht nach körperlicher Nähe und Wärme.
    Da ist der ältere Jakobus, der Bruder des Johannes, in mir, der den Glauben bis an die Enden der Welt tragen möchte und bis nach Santiago kommen wird.
    Da ist der Thaddäus in mir, der vor den so großen Herausforderungen der Gegenwart Angst hat.
    Da ist der Andreas, der Bruder des Petrus, in mir, der zum Anführer der übrigen wird, wenn Jesus mit den drei großen (also Petrus, Johannes und Jakobus) nicht da ist, und der so froh ist, wenn er die so große Last der Verantwortung wieder abgeben kann.
    Da ist der Simon in mir, der als Zelot gegen die Einschränkungen der ihn umgebenden Welt rebelliert.
    Da ist der Thomas in mir, dem mit seiner skeptischen Art das Glauben so schwer fällt.
    Da ist der Nathanael in mir, der so sicher ist, dass er in Jesus der Messias gefunden hat.
    Und da ist eben dieser Judas in mir und mit ihm das Wissen um das Böse und Abgründige, das den Lauf der Welt mit bewegt, das mit am Tisch sitzt und nicht weg geht.

    So waren sie alle da – die Jünger damals mit Jesus an dem Tisch, an den er sie eingeladen hatte. Sogar Judas bleibt nach Matthäus dabei, er wird nicht ausgeschlossen; auch er feiert das Mahl mit und bekommt wie alle anderen Anteil an Leib und Blut Jesu.

    Und so sind sie alle auch heute da – in uns; mal mehr dieser und mal mehr jener – mit Jesus an unserem Tisch: weil er uns einlädt. Weil er uns an diesem Tisch zusammenhält. Weil wir ihm wertvoll sind. Trotz allem und wegen allem. Jesus lässt uns Gast sein … einmal … wieder einmal … und wieder.

    Und so essen wir Brot und Liebe. Und so trinken wir Wein und Gnade. Lassen geschehen … einmal … wieder einmal … und wieder. Alles Wichtige ist jetzt – an diesem Tisch. Amen.

  • Video-Gottesdienst am Ostermontag aus Eisbergen und Veltheim am 5. April

    Am Ostermontag nehmen uns Pfarrer Schulz und sein Team noch einmal ganz anders in die Osterbotschaft hinein: mit biblischen Texte und Musik. Auch dieser Videogottesdienst wird ab 10.00 Uhr abrufbar sein.

    Bei den Videos unbedingt beachten: Da das Video auf Servern von Youtube gestreamt wird, werden (wie sonst auch bei der Nutzung dieser Plattform) Daten ggf. ausgelesen und weitergegeben.